Buddha in Thailand

Die acht Wochentags-Buddha
 

Montag

Paang Ham Yat

Buddha wendet Uebel und Krankheit ab

Stehende Figur, Buddha haelt seine rechte Hand nach oben in Brusthoehe, wobei die Handflaeche nach aussen zeigt. (manchmal sind auch beide Haende erhoben oder statt der rechten Hand wird die linke Hand erhoben). Auch "Frieden stiftend" genannt.


Die Geschichte dazu :

Einst wurde die indischen Stadt Vesali nach einer Duerre von Hungersnot, Cholera und von boesen Geister gepeinigt. Man rief Buddha zu Hilfe. Dieser liess durch einen starken Regen die Duerre beenden und die Stadt reinigen. Danach wurden Almosenschalen mit geweihtem Wasser gefuellt, worauf Buddha und sein Juenger Ananda betend durch die Stadt wanderten, um mit dem Weihwasser die Kranken zu heilen und die Geister zu vertreiben.
 

Dienstag

Paang Sai-Yat

Der liegende ruhende Buddha

Liegende Figur, Buddha liegt auf seiner rechten Seite, sein Kopf ruht auf einem Kissen, seine rechte Handflaeche stuetzt seinen Kopf, der linke Arm liegt seitlich auf dem Koerper.


Die Geschichte dazu :

Einst gab es einen gewissen Asurindarahu, der groesste aller Riesen im Koenigreich der Riesen. Da er sich fuer den Groessten hielt, war er ueberheblich. Er bat um eine Audienz bei Buddha, war aber zu stolz, sich vor Buddha zu verbeugen. Als Buddha auf einem Bett liegend den Riesen empfang, sah dieser das Wunder, dass Buddha groesser wurde wie er. Um dem eingebildete Riesen eine Lektion zu erteilen, zeigte Buddha ihm das Reich der Engel, denn jeder Engel war hundertmal groesser als Asurindarahu. Der Riese war nun beschaemt ueber sein Verhalten. Bevor er in sein Koenigreich zurueckkehrte, machte er einsichtig dem Buddha seine Ehrerbietung.
 

Mittwoch - tagsueber

Paang Um Baat

Buddha mit der Almosenschale

Stehende Figur, Buddha steht hier andaechtig und umfasst mit seinen Haenden die Almosenschale.


Die Geschichte dazu :

Als Buddha einst in seiner Vaterstadt Kapilavastu seine Familie besuchte, um dort vor ihr zu predigen, wurde ihm von Seiten der Familie und der Hoeflinge hohen Respekt entgegengebracht. Nach der Predigt kehrten alle nach Hause zurueck. Am naechsten Tag wurde ein praechtiges koenigliches Mahl fuer Buddha vorbereitet. Man hatte jedoch vergessen, Buddha dazu ausdruecklich einzuladen und war in der falschen Annahme, er wuerde ohne Einladung kommen. Da Buddha die Einladung aber nicht erhalten hatte, ging er mit seine Juengern, die Almosenschalen in der Hand, die Hauptstrasse von Kapilavastu hinunter, damit das einfache Volk fuer seine Ernaehrung sorgen wuerde. So hatte das Volk seiner Vaterstadt zum ersten Mal das Privileg, Buddha und seine Juenger mit einer Almosenschale tragend zu sehen und sie mit Essen versorgen zu duerfen.
 

Mittwoch - abends

Paang Pa Le Lai

Buddha sitzend im Wald mit Affe und Elefant

Sitzende Figur, Buddha sitzt, seine Haende auf den Knien. Er bekommt von einem Affen eine Honigwabe und von einem Elefanten einen Topf mit Wasser.


Die Geschichte dazu :

Einst war Buddha mit seine Juengern in Kosambi. Dort gerieten seine Juenger in eine Diskussion und vergassen dabei sogar mittags zu Essen und zu Trinken. So ging Buddha in ein Waldstueck, um sich unter einem Baum auszuruhen. Ploetzlich gesellten sich ein Affe und ein Elefant zu ihm. Der Affe gab ihm eine mit Honig gefuellte Bienenwabe zum Essen und der Elefant gab ihm einen Topf Wasser zum Trinken.
 

Donnerstag

Paang Samadhi

Buddha in der Meditation

Sitzende Figur, Buddha sitzt in der Meditationshaltung, seine Haende liegen entspannt in seinem Schoss, wobei die Handflaechen nach oben zeigen.


Die Geschichte dazu :

Nachdem sich Siddharta Gautama den verschiedensten religioesen Disziplinen unterwarf, ohne jedoch je eine Antwort auf seine Fragen zu finden, meditierte er unter einem Feigenbaum (Bodhi-Baum). Schliesslich wurde ihm nach langer Meditation die Erleuchtung zuteil. Er hatte nun die Erkenntnis gewonnen, dass die Begierde, die Gewalt und die Unwissenheit die Ursache fuer alles Leid auf der Welt war. So wurde ihm bewusst, dass nur derjenige ins ewige Nirvana eingehen kann, der die Begierde, Gewalt und Unwissenheit ueberwinden kann und somit auch das Leiden beenden kann. Nun wurde aus dem einstigen Prinzen der Erleuchtete, der Buddha.
 

Freitag

Paang Ramphueng

Buddha in Nachdenklichkeit und Ruhe

Stehende Figur, Buddha steht nachdenklich da, seine Haende liegen gekreuzt an seiner Brust, wobei die rechte Hand ueber der linken Hand ist.


Die Geschichte dazu :

Einst wurde Buddha von den beiden Kaufleuten Tapussa und Bhallika aufgesucht, die Buddha eine Almosenspeise darreichten. Obwohl Buddha ihnen noch nicht seine Lehre erklaert hatte, wurden beide seine ersten Laienanhaenger. Sie diskutierten darueber, wie man die Lehre Buddhas fuer das einfache Volk verstaendlicher machen konnte, damit sie nicht nur gebildete Menschen verstehen konnten. So dachte Buddha angestrengt nach, um einen Weg zu finden, seine Lehre auch fuer das einfache Volk verstaendlich zu machen.
 

Samstag

Paang Naga-Prok

Buddha wird von einer Naga beschuetzt

Sitzende Figur, Buddha sitzt in der Meditationsstellung, seine Haende liegen entspannt in seinem Schoss, die Handflaechen zeigen nach oben. Ueber ihm spreizt der Koenig der Nagas seinen Koerper, um ihn vor dem Regen zu schuetzen.


Die Geschichte dazu :

Nach seiner Erleuchtung blieb Buddha weitere sieben Tage unter dem Bodhi-Baum, um wieder in tiefe Meditation zu verfallen, so dass er nichts mehr von Aussen wahrnehmen konnte. Als spaeter ein starker Monsunregen einsetzte, machte es den Anschein, dass er aus seiner tiefen Meditation geweckt werden wuerde. Aber da erschien ploetzlich eine siebenkoepfige Riesenkobra (Naga) vor ihm, die Mucilinda hiess. Doch sie bedrohte Buddha nicht, sondern streckte alle ihre sieben Koepfe ueber Buddha, um ihn vor dem starken Regen zu schuetzen. So konnte Buddha seine tiefe Meditation ungestoert fortfuehren.
 

Sonntag

Paang Thawai Net

Buddha in Achtsamkeit

Stehende Figur, Buddha steht achtsam, seine Haende sind in der Hoehe der Oberschenkel, wobei die rechte Hand ueber der linken Hand ist. Seine Augen sind geoeffnet.


Die Geschichte dazu :

Nachdem Buddha unter dem Bodhi-Baum die Erleuchtung fand, stand er auf, machte einen Schritt nach Nordosten und betrachtete dann sieben Tage lang den Baum, ohne je einmal mit den Augen zu zwinkern. Waehrend dieser Zeit wurde ihm das Leiden aller Lebewesen, auch das des Baumes, bewusst.

 

 

 

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