Reisebericht Sri Lanka

26.11.2018

Negombo

Zimtkanal (Dutch Canal / Hamilton Canal)
Fischmarkt
Negombo Dutch Fort und Lagune
Negombo Beach

 

Negombo

Negombo liegt ca. 13 km vom Bandaranaike International Airportist entfernt ("oberhalb") und ist der Ort, an dem viele Touristen ihre Reise in Sri Lanka beginnen. Bzw. auch der Ort, an dem sich viele Touri's vor der Heimreise aufhalten. Die meisten Unterkuenfte liegen an oder nahe der parallel zum Strand verlaufenden Strasse, die interessanterweise Lewis Place genannt wird. Diese Strasse ist voller Leben. Da sind unzaehlige TukTuk's, die auf Kundschaft warten, Restaurant's mit internationalen oder sri-lankischen Spezialitaeten, einfache Beizli, die Roti anbieten, grosse Hotel-Komplexe, kleinere Hotelanlagen und Pensionen, recht ansehnliche Supermaerkte, lokale Einkaufslaeden, tausende von Souvenir-Shops, und und und.

Zimtkanal (Dutch Canal / Hamilton Canal)

1726 betitelte der hollaendische Chronist Valentjin Negombo als das Anbaugebiet des "besten Zimts der Welt". Bereits vor 1726 handelten die Mauren von Negombo aus mit dem Zimt. Um 1600 vertrieben die Portugiesen die Mauren und errichteten leichte Befestigungen. Diese waren aber nicht etwa zu Verteidigungszwecken gedacht, sondern zur Ueberwachung der angrenzenden Zimtplantagen. 1644 rissen die Hollaender die Stadt an sich. 1678 bis 1720 bauten sie die Befestigungen zu einem wehrhaften Fort aus. Zudem legten sie einen Kanal an, der im Norden bis Puttalam und im Sueden bis Colombo reichte. Dieser 120 km lange Schifffahrtsweg (Dutch Canal) sollte den Warentransport erleichtern.

Aufgrund der wachsenden britischen Vorherrschaft zogen sich die Hollaender 1796 zurueck.

Unter der Kolonialherrschaft der Briten und Generalgouverneur Sir Arthur Hamilton-Gordon (1883-90) wurde der Zimtkanal modernisiert und weiter ausgebaut. Daher auch der heute gelaeufige Name "Hamilton Canal". Als Transportweg dient der alte Kanal nicht mehr. Doch kann man an seinen Ufern in eine eigene Welt eintauchen (Bild 1). Da herrscht ein reges Treiben. Man sieht Fischer, die ihre Netze flicken (Bild 2), man kann der frisch gewaschenen Waesche zuschauen, wie sie sich an der Leine im Winde hin und her bewegt (Bild 3) und vieles mehr. Selbst Bootstouren werden auf dem Zimtkanal angeboten. Aber leider ist der Kanal auch ziemlich verschmutzt.

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Fischmarkt

Der Fischmarkt von Negombo soll sehenswert sein. Also machen wir uns auf den Weg dorthin. Wir kommen aus dem Seitenstraesschen, wo unser Hotel liegt und biegen rechts in die Lewis Place (Strasse) ein. Dieser laufen wir entlang, bis wir auf die Sea Street treffen. Nun geht alles geradeaus weiter, vorbei an stolzen Kirchen (Bild 4) und farbenfrohen Hindu-Tempeln (Bild 5).

Bild 4

Bild 5


Nach 50 schweisstreibenden Minuten kommen wir beim Fischmarkt an (die Sea Street trifft auf eine T-Kreuzung, dort rechts in die Circular Road abbiegen und um die halbe Gruenflaeche (Kotuwa Pittaniya) herumlaufen - und da ist er schon auf der rechten Seite).

Vor dem Fischmarkt lungern dubiose Gestalten herum, die einem eine Fuehrung ueber das Markt-Gelaende aufdraengen wollen. Wir gehen jedoch davon aus, dass wir alleine klarkommen werden und lehnen alle Angeboten ab.

Neugierig schlendern wir ueber den Markt (Bild 6 bis Bild 17).

Bild 6

Bild 7

Bild 8

 

Bild 9

Bild 10

Bild 11

 

Bild 12

Bild 13

Bild 14

 

Bild 15

Bild 16

Bild 17


Zum Glueck sind sich unsere Nasen an unangenehme Gerueche gewohnt (unser jahrzehntelanges Training in Asien macht sich mal wieder bezahlt ...). So haben wir keinerlei Probleme damit, dass einige der Fische ein wenig, nun sagen wir mal, streng riechen ... Aber den Geruch von Blut finden wir nach wie vor ekelerregend (dies ist der Fall, wenn z.B. auf dem Markt ein Fisch "verhackt" wird).

Wir halten uns eine ganze Weile auf dem quirligen Fischmarkt auf. Es ist aeusserst unterhaltsam und amuesant, diesem turbulenten Treiben zuzuschauen.

Negombo Dutch Fort und Lagune

Um vom Fischmarkt zum Negombo Fort zu kommen, laufen wir zur Gruenflache Kotuwa Pittaniya zurueck. Nun sind wir wieder auf der Circular Road. Dort halten wir uns rechts und laufen paralell zur Gruenflache. An der ersten Strasse, die rechts reinkommnt (Selby Road) laufen wir vorbei. Bei der zweiten Strasse biegen wir rechts ab (die St. Stephen Church ist auch in diese Richtung).

Und da erblicken wir es schon (Bild 18), bzw. das, was die Briten von dem 1678 erstellten Fort noch uebrig gelassen haben. Als da waeren das Eingangstor (zu sehen auf Bild 18) und der Glockenturm (Bild 19), sowie ein paar verstreute Mauerreste. Als die Briten das Fort uebernommen haben, rissen sie einen Grossteil davon nieder und bauten ein Neues, in dem dann auch ein Gefaengnis untergebracht war.

Bild 18

 

Bild 19


Im Zentrum des Forts befindet sich auch heute noch ein Gefaengnis. Vor dessen Eingang sehen wir eine riesige Menschenmenge. Schnell merken wir, dass dies alles Leute sind, die ihre Angehoerigen, Freunde etc. im Knast besuchen wollen. Die Meisten haben Esswaren dabei, die sie den Gefaengnisinsassen mitbringen (vermuten wir jedenfalls).

Wir verlassen diesen Ort und schlendern noch ein wenig der Lagune entlang (am Ende der Gruenflaeche rechts in die Customs House Rd. einbiegen) und lassen unseren Blick herumschweifen (Bild 20 bis Bild 25).

Bild 20

Bild 21

Bild 22

 

Bild 23

Bild 24

Bild 25

Danach watscheln wir zu unserem Hotel zurueck und laufen zum Strand "runter".

Negombo Beach

Der Negombo Strand laedt einem nicht wirklich zum Baden ein (Bild 26 bis Bild 27).

Bild 26

 

Bild 27


Doch zum Glueck gibt es Privatpersonen, die das angeschwemmte Holz und den Abfall regelmaessig zusammenlesen (Bild 28 bis Bild 29). Tag fuer Tag beobachten wir den aelteren Mann mit der Gehilfe, wie er am Strand fleissig Holz aufliest und auf eine Beige legt. Wir vermuten, dass es sich bei ihm um einen ehemaligen Fischer handelt.

Bild 28

Bild 29


Von Zeit zu Zeit kommt dann eine Art Traktor vorbei, der die Holzbeigen auflaedt und abfuehrt. So sieht der Strand doch gleich besser aus, nicht wahr? (Bild 30 bis Bild 31).

Bild 30

Bild 31


Wir leben einfach so in den Tag hinein. Ab und zu nehmen wir einen "Marsch" von 30 Minuten in Kauf, nur um einmal relativ fein zu essen (Bild 32 bis Bild 33) oder auch, um einfach mal zu "suendigen" (Bild 34).

Bild 32

Bild 33

Bild 34


Wir haben herrliche Temperaturen und sind gesund. Was will man mehr?!

 

 

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