Reisebericht Spanien

03.01.2018

Playa de La Veta

Playa de La Veta

Auf unser heutiges Ziel, die Playa de La Veta, sind wir sehr gespannt. Wir haben schon viel darueber gelesen. Muss sehr schoen sein, vor allem die Anfahrt.

Wir fahren nun einen silbrigen Seat Ibiza und keinen weissen Renault Twingo mehr. Der Twingo hat am 29.12.2017 mitten in Mazzo einfach den Geist aufgegeben. Doch innerhalb von einer Stunde hat uns Top Car einen anderen Wagen gebracht, den Seat Ibiza. Seither flitzen wir mit diesem ueber die Insel.

Wir duesen also mit unserem fahrbaren Untersatz in Las Indias los. Weiter geht's nach Fuencaliente, Los Llanos, vorbei am El Time und danach durch Tijarafe hindurch. Nach dem Supermercado "Candelaria" befindet sich linkerhand ein Bushaeuschen. Unmittelbar nach diesem sehen wir einen braunen Wegweiser, auf dem "Tijarafe" steht. Hier verlassen wir die LP-1 und biegen links ab. Danach bei der ersten Strasse gleich wieder rechts abbiegen.

Von da an geht es nur noch abwaerts. Zuerst ist die Strasse noch ganz "normal" (Bild 1) und wir sind schon fast ein wenig enttaeuscht. Doch dann wird sie immer steiler und enger (Bild 2). Und zwar so eng, dass keine zwei Fahrzeuge kreuzen koennen. Da bleibt einem nur zu hoffen, dass kein Gefaehrt entgegen kommt. Wir halten kurz an und schauen aus dem Fenster in die Tiefe. Wow, das geht ganz schoen steil runter (Bild 3). Auch gut zu sehen auf Bild 3 ist, dass wirklich nicht viel Platz neben dem Fahrzeug ist. Und wir sind nicht extra links rangefahren - wir befinden uns auf unserer Seite, der rechten Strassenseite .... Hampi ist in seinem Element. Er liebt steile, enge Strassen mit vielen Kurven.

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Weit unten koennen wir den Parkplatz erkennen (Bild 4).

Bild 4

Dort treffen wir unbeschadet ein. Das war eine geile Fahrt hier runter. Eigentlich schade, dass uns kein Auto entgegen gekommen ist .... Aengstlichen und unsicheren Autofahrern raten wir von dieser Strecke aber ab.

Wir parkieren unseren Wagen und laufen um 12:07 Uhr los.

Zuerst geht es eine kurze Betonpiste steil hinunter (Bild 5) bis zu einem Tunnel. Hampi schreitet mutig voran und geht als Erster in das dunkle Loch hinein (Bild 6) . . . und . . . Nein, er wird natuerlich nicht von einem Hoehlenmonster gefressen. Er findet einen Lichtschalter und sofort erstrahlt das dunkle Loch im hellen Schein (Bild 7). Ein sehenswerter Tunnel. Sehr natuerlich.

Bild 5

Bild 6

Bild 7

Nach dem Tunnel beginnt der eigentliche Abstieg. Der durch einen Zaun gesicherte Weg - mit wechselndem Untergrund - fuehrt zur ersten steilen Treppe (Bild 8 bis Bild 10). Von hier aus hat man bereits einen tollen Blick runter auf's Meer.

Bild 8

Bild 9

Bild 10

Anschliessend wechseln sich Betontreppen mit ungesicherten Pfaden ab (Bild 11 bis Bild 12). Ui, das geht aber noch ganz gewaltig runter, bis wir beim Strand mit den Wochenend-Haeuschen ankommen werden (Bild 13).

Bild 11

Bild 12

Bild 13

Doch, ja. Hier geht es weiter (Bild 14). Das nennt sich tatsaechlich Weg.

Immer wieder muessen wir stehen bleiben, um die tolle Aussicht zu bewundern (Bild 15 bis Bild 16). Wenn man genau hinschaut, so entdeckt man vorne rechts auf Bild 16 eine relativ gut erhaltene Felszeichnung. Ihr seht, um diese zu sehen, muss man nicht unbedingt in einen archaeologischen Park gehen. Die entdeckt man auch in freier Natur!

Bild 14

Bild 15

Bild 16

Nun koennen wir die Weekend-Haeuser bereits erkennen (Bild 17). Die bizarren Felsformationen und dazu dieses fantastische Blau (Bild 18). Einfach phaenomenal!

Ups, wir sind noch lange nicht unten. Eine weitere Treppe will bezwungen werden (Bild 19).

Bild 17

Bild 18

Bild 19

Und dann, nach 30minuetigem, steilem Abstieg, treffen wir beim Playa de La Veta ein. Wir sagen Euch, das Heruntersteigen hat sich gelohnt.

Er ist ein Traum, dieser Strand (Bild 20 bis Bild 22). Mit feinstem, schwarzem Sand, zwischen Steilkueste und den felsigen Meereszugaengen gelegen. Je nach Wasserstand und Brandung kann man hier sogar baden. Heute waere es moeglich, aber wir haben keine Badehosen mit dabei ....

Bild 20

Bild 21

Bild 22

Ein Restaurant oder eine Toilette sucht man hier vergebens. Doch wir haben vorgesorgt.

Wir setzen uns auf einen der Felsen und verzehren unsere Bananen und Mandarinen. Dazu genehmigen wir uns eine Flasche feinstes Mineralwasser. Wir geniessen die herrliche Ruhe und den sensationellen Blick auf's Meer. Nur das Rauschen der Wellen. Sonst nichts. Ach, ist das Leben schoen!

So toll und friedlich es hier ist, einmal kommt der Zeitpunkt, an dem wir uns an den Aufstieg wagen muessen.

Die ersten paar Treppenstufen bringen wir locker hinter uns (Bild 23). Unser Weg fuehrt uns an ein paar der Wochenend-Haeuschen vorbei. Es ist schon seltsam, wie einige Leute ihre Terrassen einrichten ... (Bild 24). Und was man im Jahre 2018 einfach so herumliegen laesst (Bild 25). Tz, tz tz. Nun, die Ordentlichsten sind die hiesigen Bewohner ganz sicher nicht.

Bild 23

Bild 24

Bild 25

Er ist schon ein Chrampf, dieser Aufstieg (Bild 26). Zudem sind die einzelnen Treppenstufen teilweise gar nicht breit. Und es geht ganz schoen tief runter (Bild 27). Da ist man schon gut dran, wenn man trittsicher ist.

Doch wir kaempfen uns Stufe fuer Stufe hoch. Und schon sind wir wieder beim Tunnel (Bild 28). Auch von dieser Seite her befindet sich am Anfang ein Lichtschalter.

Bild 26

Bild 27

Bild 28

So, nur noch dieses letzte kleine Stueck auf der Betonpiste (Bild 29).

Bild 29

Geschafft. Wir sind wieder bei unserem Auto. Nun geht's auf der schoenen, schmalen und steilen Strasse wieder rauf zur Hauptstrasse LP-1. Jupidu!

Diesen Ausflug koennen wir waermstens empfehlen. Der ist einfach nur genial! Der Weg runter an den Strand ist sehr steil, aber es lohnt sich auf jeden Fall.


Distanz:  1,5km ( Parkplatz - Playa de La Veta - Parkplatz )
Abstieg:  ca. 30 Minuten (mit vielen Fotostopps)
Aufstieg: ca. 35 Minuten (mit wenigen Fotostopps)

 

 

Impressum
Rechtliches

Copyright Reiner