Reisebericht Indien

16.11.2011

Anjuna

Anjuna Flohmarkt; Anjuna Flea Market

Anjuna Flohmarkt; Anjuna Flea Market

Anjuna ist beruehmt fuer seinen Flohmarkt, der jeden Mittwoch von 09:00 Uhr bis Sonnenuntergang stattfindet. Frueher verkauften die Hippies hier ihre Jeans etc., um das Leben in Goa finanzieren zu koennen. Heutzutage sieht man nur noch wenige Europaeer, welche auf dem Markt Sachen zum Kauf anbieten (Bild 1 - Bild 4). Meist sind es Dinge, die sie selbst gefertigt haben.

Bild 1

Bild 2

Bild 3


So hat uns das Paerchen auf Bild 4 stolz erzaehlt, dass das Holzfahrrad von ihnen selbst gezimmert wurde und dass ihr kleiner Sohn es liebt, mit diesem herumzukurven (da wird Sohnemann am Abend ganz schoen enttaeuscht sein, falls das Fahrrad verkauft wird).

Bild 4


Der Anjuna Flea Market hat sich zu einem "profesionell gefuehrten" Souvenir-Bazar entwickelt. An sechs Tagen die Woche stehen die Staende verwaist und gelangweilt in der Landschaft herum (Bild 5). Aber am siebten Tag, da geht die Post ab!

Bild 5


Wer die Wahl hat, hat die Qual. Es gibt zahlreiche Moeglichkeiten, zum Flohmarkt zu gelangen. Man koennte zum Beispiel zu Fuss hinlaufen. Aber dies macht vermutlich niemand. Es gibt Boote, die einem hinfahren (z.B. Baga - Anjuna: INR 100). Heutzutage sind es sogar richtig gute Boote (Bild 6). Die Passagiere tragen (man staune) Schwimmwesten (sind es doch nicht so gute Boote?). Frueher waren es typische alte Fischerboote, die einem nach Anjuna brachten. Damals noch ohne Schwimmwesten. Man kann sich aber auch von einem Taxi oder TukTuk hinfahren lassen, man reist mit dem eigenen Auto an, oder, so wie wir, mit dem Motorrad.

Wir benoetigten mit dem Scooter fuer die 11,4 km von Calangute nach Anjuna 30 Minuten. Es ist ganz leicht, den Flohmarkt zu finden. Man faehrt allgemein in Richtung Anjuna. Dann muss man nur noch der Auto-/TukTuk/Motorrad-Kolonne nachfahren. So einfach ist das!

Obwohl es erst 10:15 Uhr war, als wir beim Flohmarkt eintrafen, waren schon zahlreiche Fahrzeuge auf dem Parkplatz abgestellt (Bild 7). Um den Scooter zu parkieren, mussten wir INR 20 bezahlen.

Bild 6

Bild 7


Kaum hat man den Parkplatzbereich verlassen, hoert man von allen Seiten das bestens bekannte "hello sir, you want look my shop - very cheap". Man weiss gar nicht richtig, wohin man schauen soll. Links und rechts der Strasse gehen die Shop's nahtlos ineinander ueber. Dazwischen gibt es kleine Beizli. Immer wieder kommen einem Haendler entgegen, die Trommeln in verschiedenen Groessen verkaufen wollen. Oder "gefuellte" Ballone, oder Glace oder X was. Aber all die typischen Goa-Mitbringsel haben wir schon zu Hause. Wir brauchen nichts. Wir wollen einfach nur herumschlendern und uns an den Farben, Geruechen und dem typischen Flohmarkt-Alltag erfreuen.

Tapfer haben wir uns an den Staenden und den Haendlern vorbeigekaempft. Dies war jedoch erst der Anfang. Es wuerden noch viele Shop's kommen. Noch tausend Mal wuerden wir das "hello sir, you want look my shop - very cheap" zu hoeren bekommen. Irgendwann kamen wir dann in den "alten" Bereich des Flea Marktes. Aber dort war es keineswegs ruhiger.

Auch die Tibeter sind am Anjuna Market fleissig vertreten. Wie es fuer sie typisch ist, haben sie ihren eigenen Markt innerhalb des Marktes erstellt (Bild 8).

Bild 8


Die Auswahl an Waren, die sie feilbieten, ist gross (Bild 9 - Bild 10).

Bild 9

Bild 10


Natuerlich duerfen die schoenen Perlenketten (Bild 11) sowie der in der Sonne funkelnde Silberschmuck (Bild 12) nicht fehlen. Fingerringe sind ebenfalls sehr beliebt (Bild 13).

Bild 11

Bild 12

Bild 13


Nachdem wir den "Tibeter Markt" wieder verlassen hatten, schlenderten wir weiter ueber den eigentlichen Markt und bestaunten die angebotenen Waren. Da wir frueh unterwegs waren, hatte es noch nicht so viele Leute. Es war richtig angenehm zum Herumlaufen. Kein Gedraenge. Aber es waren auch noch nicht alle Haendler da. Hie und da sah man noch einen leeren Stand (Bild 15). Wenn man frueh unterwegs ist, so hat es neben den wenigen Leuten noch ein weiterer Vorteil: ist man am Morgen der erste Kunde, der etwas kauft, so bekommt man meistens einen guten Preis.

Neben Kleidern, Taschen, Sonnenbrillen (Bild 14 - Bild 16)

Bild 14

Bild 15

Bild 16


findet man auch bedruckte grosse Tuecher (Bild 17), Leder-Sachen fuer kalte Tage (Bild 18), farbige Tuecher (Bild 19),

Bild 17

Bild 18

Bild 19


spezielle Taschen und Beutel (Bild 20), Schuhe (Bild 21), Haengematten (Bild 22),

Bild 20

Bild 21

Bild 22


natuerlich Gewuerze (Bild 23), verschiedene Teesorten und Kaffeebohnen (Bild 24), Kristalle (Bild 25),

Bild 23

Bild 24

Bild 25


verschiedener Krimskrams (Bild 26), Kinderspielsachen (Bild 27), herzig verzierte Elefaentli (Bild 28) und noch vieles mehr. Wir koennen hier gar nicht alles auffuehren. Es werden sooooo viele verschiedene Dinge zum Kauf angeboten. Unter anderem auch "Antiquitaeten". Es muss wohl nicht speziell erwaehnt werden, dass viele davon erst kuerzlich eine Fabrik verlassen haben, also Faelschungen sind.

Bild 26

Bild 27

Bild 28


Auf einem Flohmarkt duerfen natuerlich die Kuenstler nicht fehlen (Bild 29).

Was waere der Anjuna Flea Market ohne CD's? Diese kann man praktisch an jeder Ecke kaufen (Bild 30). Meistens hoert man die Musik schon von weitem.

Bild 29

Bild 30


Natuerlich werden auch Babuschka's fuer die Russen angeboten (Bild 31). Da fragen wir uns, ob die Babuschka's der Grund sind, dass die Russen so zahlreich nach Goa reisen . . .

Bild 31


Ah ja. Die duerfen natuerlich nicht fehlen: die beruehmten Fruechte-Frauen (Bild 32). Wie jeden Tag, spazieren sie auch mittwochs am Anjuna Strand hin und her und verkaufen den Touristen Fruechte. Der Korb, den die Inderin auf dem Kopf traegt, ist mehrere Kilo's schwer.

Bild 32


Wir sind ganze drei Stunden auf dem Markt herumgeschlendert. Obwohl frueher die Atmosphaere auf dem Flea Market irgendwie spezieller war, hat es uns auch heute wieder riesigen Spass gemacht, hier herumzuwatscheln. Der Markt ist auch heutzutage noch einen Besuch wert.

Uebrigens: wir haben doch etwas gekauft: 5 Lungi's fuer INR 400.

 

 

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