Reisebericht Myanmar Burma Birma

25.03.2008 Teil 2

Mandalay - Amarapura - Sagaing - Mandalay

Mahagandayon Kloster
U Bein Bruecke
Kyauktawgyi Pagode

Mahagandayon Kloster

Das Mahagandayon Kloster bietet jeden Tag ein interessantes Schauspiel. Die Touristen kommen mittlerweile scharenweise hierher. Also eher ein Ort, den wir eigentlich nicht moegen. Aber dies wollten wir uns nun doch nicht entgehen lassen.

Taeglich gegen 10:30 Uhr kommen die Moenche von ihren Gebaeuden (Bild 17) zu einer grossen Halle, um die am Vormittag eingesammelten Speisen gemeinsam zu verzehren. Da oft nicht gleichzeitig alle Moenche Platz finden, warten sie vor der Halle in Reih und Glied. Dieses Schauspiel ist beeindruckend.

Bild 17


Man kann es fast nicht glauben, wieviel Esswaren da an einem einzigen Morgen zusammenkommen. Der Reis wird aus riesigen Pfannen geschoepft (Durchmesser: mehr als 1 m !).
Die Touristen duerfen, sofern sie die Schuhe und Socken ausziehen, in die Essens-Halle hineingehen, herumlaufen und Fotos schiessen. In der ganzen Halle ist es mucksmaeuschenstill. Es wird kein Ton gesprochen.
Die Moenche sitzen zu acht an einem Tisch (Bild 19). Die Tische sind in langen Reihen aufgestellt. Stuehle gibt es nicht. Sie hocken im Schneidersitz auf dem Boden. Vor sich die Almosenschale, welche bis zuoberst mit Reis gefuellt ist (Bild 18). Auf dem Tisch stehen Schuesseln mit diversen Beilagen. Also die Moenche in diesem Kloster leben nicht schlecht. Es lag ein so feiner Essens-Duft in der Halle, dass wir auch gleich Hunger bekamen . . .
Hat ein Moench sein Mal beendet, so steht er auf, waescht seine Almosenschale mit Wasser aus und geht zurueck zu seiner Unterkunft. Dies alles, ohne ein Wort zu sprechen. Der frei werdende Platz wird sogleich vom naechsten Moench in Beschlag genommen.

Bild 18

Bild 19


Es war genau 10:30 Uhr, als wir beim Kloster eintrafen. Aber dies war schon beinahe zu spaet. Die Mehrzahl der Moenche hielt sich bereits in der Essens-Halle auf bzw. hatte ihr Mal schon beendet. Es empfiehlt sich, bereits um 10:00 Uhr dort zu sein. Lieber etwas zu frueh, wie zu spaet. Trotzdem war das ganze "Prozedere" auch fuer uns noch sehr eindruecklich.

Eintritt: im "Mandalay Pass" drin

U Bein Bruecke

Nicht weit von Mahagandayon Kloster entfernt, befindet sich die U Bein Bruecke (Bild 20 - 22), die mit 1200m laengste Teakholzbruecke der Welt. Sie ist nach Ihren Erbauer, dem frueheren Ortsvorsteher U Bein, benannt. Die 1784 gebaute Bruecke fuehrt ueber den Taungthaman See. Die Teakholzstaemme fuer den Bau stammen zum groessten Teil aus dem Koenigs-Palast von In-Wa, der abgebaut wurde, als die Hauptstadt nach Amarapura verlegt wurde. Auf der Bruecke gibt es 7 Pavillons mit Sitzgelegenheiten, in denen Getraenke und Esswaren verkauft werden. An ein paar Stellen weisen die Laufplanken bedenkliche Risse auf . . .
Es stehen viele Boote bereit, die einem uber den See fahren wollen. Aber wir wollten lieber rueberlatschen!

Bild 20

Bild 21

Bild 22


Eintritt: im "Mandalay Pass" drin

Kyauktawgy Pagode

Ueberquert man die U Bein Bruecke, so gelangt man nach Thaungthaman, einem typischen birmanischen Dorf. Dort befindet sich die Kyauktawgy Pagode, welche 1847 nach dem Modell des Ananda Tempels in Bagan erbaut wurde.

Um die Pagode herum sitzen 12 Fabelwesen (halb Mensch, halb Tier). Je eines links und rechts von den Eingaengen sowie an jeder Ecke der Pagode nochmals eines.
Breite Treppenstufen fuehren einem ins Innere der Pagode (Bild 23).

Bild 23


Dieses wird beherrscht von einer gewaltigen sitzenden Buddha-Figur aus Marmor (Bild 25), die nach Osten schaut. Sie sitzt auf einem reich verzierten Sockel (Bild 24), an dem man sich nicht sattsehen kann. In den Fensteroeffnungen rechts vom Suedeingang sind viele Steinfiguren, die die Schueler Buddha's darstellen (Bild 26).

Bild 24

Bild 25

Bild 26


In den vier Eingaengen findet man Fresken. Diejenigen im suedlichen und oestlichen Eingang sind noch einigermassen gut erhalten (Bild 27 - 28). Bei den Fresken der anderen beiden Eingaenge ist praktisch nichts mehr zu erkennen.

Bild 27

Bild 28


Eintritt: im "Mandalay Pass" drin

Gemächlich schlenderten wir ueber die U Bein Bruecke wieder zurueck ans andere Ufer, wo unser Taxifahrer auf uns wartete. In Amarapura hatten wir nun alles gesehen, was uns interessierte.

 

 

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