Reisebericht Myanmar Burma Birma

25.03.2008 Teil 1

Mandalay - Amarapura - Sagaing - Mandalay

Patodawgyi Pagode
Shwe Gu Tha Pagode
Shwe Gu Gyi Pagode
Kuan Yin Tempel

Amarapura

Amarapura, eines unserer heutigen Ziele, liegt 11 km suedlich von Mandalay. Amarapura war von 1781 bis 1823 sowie von 1841 bis 1857 die Hauptstadt von Myanmar.

Das Golden Mandalay Hotel besitzt ein eigenes Taxi, welches wir heute fuer USD 21 gemietet hatten. Wie bereits gestern, bekamen wir auch fuer diesen Ausflug unaufgefordert ein Lunchpaket mit.

Patodawgyi Pagode

Die Patodawgyi Pagode, auch bekannt unter dem Namen Mahawizayaranthi Pagode, wurde auf Geheiss von Koenig Bagyidaw errichtet. Am 29. Maerz 1820 setzte der Koenig hoechstpersoenlich die Ecksteine dieser Pagode. Am 19. Februar 1824 war der Bau vollendet. Die Pagode wurde auf dem Gelaende des alten Mingalarmahawaiyan Kloster errichtet.

Der Stupa erhebt sich gut 50 m hoch ueber fuenf Terrassen (Bild 1). Die unteren drei sind mit weissen Marmorplatten geschmueckt.

Bild 1


Bis auf den Westaufgang sind alle Aufgaenge zu den oberen Terrassen abgesperrt. Frauen ist es nicht gestattet, den oberen Bereich zu betreten.
Vor der Treppe bei jedem Aufgang befinden sich 3 Buddha-Figuren.
Am Ende des Treppengelaenders sitzt links und rechts je ein Loewe. Das Treppengelaender selber ist in Form eines Drachen. Dieser stuetzt seinen Kopf auf ein Fabelwesen, das halb Mensch, halb Tier ist (Bild 2).
Die gut erhaltenen weissen Marmorplatten wurden achtlos mit Kalkfarbe uebermalen (Bild 3 - 4).

Bild 2

Bild 3

Bild 4


Vor der Pagode befindet sich eine grosse Bronzeglocke (Bild 5). Sie ist 2,3 m hoch, 24 t schwer und hat einen Durchmesser von 2,5 m. Hampi hat die Glocke angeschlagen und war sehr enttaeuscht von deren Klang.

Bild 5


Eintritt: im "Mandalay Pass" drin


Unser Chauffeur war stolz darauf, dass er uns zwei Pagoden zeigen konnte, von denen wir noch nie etwas gehoert hatten: die Shwe Gu Tha und die Shwe Gu Gyi Pagode.

Shwe Gu Tha Pagode

Die kleine Shwe Gu Tha Pagode ist ein wahres Schmuckstueck. Der sich nach oben verengende Stupa erhebt sich ueber drei Terrassen, die mit schoenen Blumenornamenten versehen sind. Die Pagode ist sehr gepflegt. Der Eingangsbereich ist mit Glasmosaikplaettchen ausgekleidet.
Im Inneren der Pagode trafen wir auf wirklich gut erhaltene Wandmalereien (Bild 6 - 7). Ist schon beinahe ein Geheimtipp. Eine davon in der Art, wie wir sie so noch nicht gesehen haben. In einer Nische ist eine Buddha-Figur (dies ist noch nichts aussergewohenliches). An der Decke links und rechts davon ist Buddha's Footprint aufgemalt (Bild 8).
Diese schmucke kleine Pagode mit ihren Wandmalereien ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

Bild 6

Bild 7

Bild 8


Eintritt: im "Mandalay Pass" drin
Taschenlampe mit grossem Lichtkegel mitnehmen!

Shwe Gu Gyi Pagode

Nur ein paar Schritte davon entfernt befindet sich die Shwe Gu Gyi Pagode, auch Golden Big Cave genannt. Auch sie ist aeusserst gepflegt. Der glockenfoermige Stupa erhebt sich ueber drei Terrassen. Aufzeichnungen im Inneren der Pagode erzaehlen, dass diese im Jahre 1174 durch Koenig Narapati Sithu erbaut wurde. Im Jahre 1783 wurde sie umfassend restauriert.

Im Inneren ist ein grosser sitzender Buddha (Bild 9). Um ihn herum sind verschiedene Figuren angeordnet.

Bild 9


Auf dem grossen Tempelgelaende befinden sich zudem noch zahlreiche Ruinen. Diese sind mit gut erhaltenen, feinen Steinmetzarbeiten versehen (Bild 10 - 12).

Bild 10

Bild 11

Bild 12


Die Shwe Gu Tha, wie auch die Shwe Gu Gyi Pagode stehen unter dem Schutze des Archaeologischen Departments. Fuer die Instandhaltung und Reparaturarbeiten befinden sich zeitweise bis zu 63 Arbeiter auf dem Gelaende.
Da stellt sich uns die Frage, warum man die Ruinen mit ihren schoenen Steinmetzarbeiten einfach so der Natur ueberlaesst! Bald wird von ihnen nichts mehr zu sehen sein, und dies waere wirklich schade!

Eintritt: im "Mandalay Pass" drin

Kuan Yin Tempel

Ein Tempel von ganz anderer Art ist der Kuan Yin Tempel. Die leuchtenden Farben verraten einem, dass es sich um einen chinesischen Tempel handelt. Er wurde im Jahre 1773 errichtet, brannte 1810 ab und wurde 1847 wieder aufgebaut.
Das Tempelgelaende betritt man durch einen runden Eingang. Links und rechts davon befindet sich je ein Torbogen. Zuerst kommt man in einen Innenhof, dann in eine Halle, gefolgt von einem weiteren Innenhof. Nun ist man beim ersten Tempelgebaeude angekommen (Bild 13).

Bild 13


Der streng dreinblickende Waechter (Bild 14) schaut zusammen mit seinem Kollegen, dass alles seine Ordnung hat. Die Decke ist mit schoenen Holzschnitzereien versehen (Bild 15).
Durch einen weiteren Innenhof gelangt man zum naechsten Tempelgebaeude. Dieses beherbergt eine Statue von Queen Mother (Bild 16). Um sie herum unzaehlige Buddha-Figuren.

Bild 14

Bild 15

Bild 16


Eintritt: im "Mandalay Pass" drin

 

 

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