Reisebericht Myanmar Burma Birma

24.03.2008 Teil 3

Mandalay

Mahamuni Pagode
Shwe In Bin Kyaung Kloster

Mahamuni Pagode

Bis zur naechsten Pagode mussten wir lange trampeln. Die Mahamuni Pagode befindet sich etwa 3 km ausserhalb des Stadtzentrums (ab Diamond Jubilee Clock). Und dies war in dieser stinkigen Luft nicht gerade eine Freude.
Koenig Bodawpaya baute die Pagode im Jahre 1784 als Aufbewahrungsstaette fuer die Mahamuni Statue aus Rakhine. Die Mahamuni Pagode gilt nach der Shwedagon Pagode als das bedeutendste buddhistische Heiligtum Myanmars. Im Inneren der Pagode steht die vermutlich aelteste und groesste bronzene Buddha-Statue von ganz Myanmar. Archaeologen datieren sie auf 146 n. Chr. Sie wurde von Koenig Bodawpaya in einem Krieg mit Rakhine erbeutet.

252 maechtige Pfeiler tragen die sieben uebereinandergestaffelten Daecher mit vergoldeten Stuckverzierungen, die Andachtsraeume und die Arkaden (Bild 48).

Bild 48


Mit liebevollen kleinen Details sind die Torboegen, wie auch die Tuermchen auf dem Dach, verziert (Bild 49 - 50).

Bild 49

Bild 50


In einem separaten Raum haengt ein riesiger, 5 t schwerer Gong (Bild 51). Er wurde im Jahre 1960 von Spendengeldern finanziert.

Bild 51


In einem anderen Gebaeude im Hof befinden sich sechs Bronzefiguren (bzw. was von ihnen noch uebrig geblieben ist): der dreikoepfige Elefant Erawan (Bild 52), zwei Krieger (Bild 53) und drei Loewen (ebenfalls Bild 53). Sie stammen aus dem 12. Jh. und wurden von Koenig Bodawpaya zusammen mit der Mahamuni Statue von Rakhine mitgebracht. Urspruenglich waren es 30 Figuren. Die fehlenden 24 Figuren wurden von Koenig Thibwa eingeschmolzen, um Kanonen herzustellen. Bis 1431 standen sie in Angkor Wat (Kambodscha), dann kamen sie nach Ayutthaya (Thailand) und schliesslich nach Bago (Myanmar). Von dort holte sie Koenig Razagyi nach Rakhine. Den Statuen werden heilende Kraefte zugeschrieben, wenn man den entsprechenden Koerperteil an der Statue beruehrt. Der Mann auf Bild 53 hatte vermutlich Zahnschmerzen . . .

Bild 52

Bild 53


Was wir im Inneren der Pagode vorgefunden haben, werdet Ihr uns nicht glauben. Also wenn wir dies nicht mit eigenen Augen gesehen haetten, dann . . . Sowas kann man sich in seinen kuehnsten Traeumen nicht vorstellen!

In einem separaten Raum, dessen Eingang bereits so gewaltig ist, dass man den Atem anhaelt (Bild 54) befindet sich die beinahe 4 m hohe Mahamuni Statue. Sie sitzt auf einem 2 m hohen Sockel, in der sogenannten Zeugnisstellung, bei der die rechte Hand die Erde beruehrt. Ok, ok, dies ist noch nichts besonderes. Aaaber jetzt . . .

Bild 54


Die Mahamuni Statue ist ueber und ueber mit Goldplaettchen beklebt (Bild 55 - 57)!

Ausser auf das Gesicht duerfen die Plaettchen ueberall hingeklebt werden. Die Goldauflage ist mittlerweile ueber 20 cm dick!!! Stellt Euch dies einmal vor. Die Glaeubigen haben selbst die Brust der Figur, welche mit Rubinen, Saphiren und Jadesteinen verziert ist, mit Gold ueberdeckt. Die Figur schaut voellig aufgeschwemmt aus, soviel Gold klebt an ihr. Dies ist unvorstellbar. Die Foto's bringen nur einen Bruchteil davon rueber, wie dies ausschaut. Man kann es gar nicht beschreiben. Das ist einfach . . . Wenn man da ganz nah neben der riesigen Mahamuni Statue steht und vor lauter Gold nichts mehr sieht . . . Wow!

Bild 55

Bild 56

Bild 57


Anmerkung von Gaby:
"Aber der Gipfel aller Gipfel ist, dass Frauen KEINEN Zutritt zur Mahamuni Statue haben! Der Bereich fuer Frauen befindet sich etwa 10 Meter vor der Statue. Man braucht beinahe ein Fernglas, um einigermassen etwas zu sehen. Also dies ist doch wirklich allerhand. Eintritt duerfen wir genau gleich viel bezahlen, wie die Maenner! Aber dann verweigert man uns den Zutritt zu einer solch imposanten Statue! Also wirklich!"

Aber es ist nicht nur die Statue selber, die so eindrucksvoll ist. Auch der Strom an Glaeubigern, die dort den ganzen Tag ein- und ausgehen, beten, Goldplaettchen aufkleben etc. Es ist wirklich kaum zu beschreiben.

Auf Bild 58 sieht man gut, wie sich die Mahamuni Statue in der Zeit von 1901 bis 2002 veraendert hat. Wir Menschen legen Fett an, die Mahamuni Statue Gold!

Bild 58


Gegen 16:00 Uhr bietet sich einem ein seltsames Schauspiel: in einer speziellen Zeremonie bedecken Moenche die Haende der Mahamuni Statue mit einem schwarzen Tuch (Bild 59). Dazu wird Musik gespielt.

Bild 59


Diese kuriose Statue sowie das ganze drumherum MUSS man einfach gesehen haben!

Eintritt: im "Mandalay Pass" drin

Shwe in Bin Kyaung Kloster

Das Shwe in Bin Kyaung Kloster (Bild 60) wirkt nach soviel Gold beinahe glanzlos.

Bild 60


Das Kloster stammt aus dem Jahre 1895 und ist ganz aus Teakholz gebaut. Die Anordnung des Daches sieht mystisch aus (Bild 61 - 62).

Bild 61

Bild 62


Innen wie aussen findet man schoene Holzschnitzereien und selbstverstaendlich auch Buddha-Figuren (Bild 63 - 65).

Bild 63

Bild 64

Bild 65


Das Shwe in Bin Kyaung Kloster befindet sich in der 35. Strasse. Wenn man in der Naehe ist, so ist ein Stopp ganz nett, aber extra dorthin fahren muss nicht sein. Da hat uns das Shwenandaw Kyaung Kloster um einiges mehr beeindruckt.

Eintritt: im "Mandalay Pass" drin

 

 

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