Reisebericht Myanmar Burma Birma

24.03.2008 Teil 1

Mandalay

Mandalay Hill

Um die Sehenswuerdigkeiten von Mandalay zu besichtigen, benoetigt man den sogenannten "Mandalay Pass". Dieser kostet USD 10 pro Person und wird bei jeder Sehenswuerdigkeit verkauft. Im "Mandalay Pass" sind neben den Sehenswuerdigkeiten von Mandalay selber auch diejenigen von Amarapura und von In-Wa enthalten.

Die Luft im Zentrum von Mandalay ist nicht besser oder schlechter wie in den anderen Staedten von Myanmar. Unser Hotel ist etwas ausserhalb des Zentrums gelegen, und dort ist die Luftqualitaet einigermassen ertraeglich.

Das Fruehstueck heute morgen wurde uns auf einer Holzterrasse, welche an einem Seerosenteich liegt, serviert. Frisch gestaerkt machten wir uns danach mit den vom Hotel gemieteten Fahrraedern (K 2'000 p. Fahrrad) auf zum Mandalay Hill. Zudem gab uns das Hotel auch noch ein Lunchpaket mit. Dies fanden wir sehr aufmerksam. Wir bekamen Bananen und eine Wasserflasche. Trinken ist sehr wichtig bei dieser Waerme.

Mandalay Hill

Der Mandalay Hill ist ein 240 m hoher Huegel. Es gibt vier ueberdachte Aufgaenge. Zwei im Sueden und je einer im Norden und Westen. Seit 15 Jahren fuehrt auch eine Strasse bis fast zum Gipfel. An der Wendestelle kann man seinen Weg mit dem Lift oder der Rolltreppe fortsetzen.
Ist ja klar, dass wir uns fuer das Treppensteigen entschieden habe. Und zwar von ganz unten, nicht erst von der Wendestelle her. Und dies, obwohl man barfuss hinaufsteigen muss.

Im Sueden gibt es zwei Aufgaenge. Der Hauptaufgang (Bild 1), mit je einem Chinthe links und rechts der Treppe (Bild 2). Diesen haben wir nicht genommen. Wir haben den, nennen wir ihn Neben-Sued-Aufgang genommen. Warum? Ganz einfach. Faehrt man auf den Mandalay Hill zu (vorbei am Osttor des Mandalay Palast), so gelangt man zuerst zum Neben-Sued-Aufgang (Bild 3) und erst spaeter zum Hauptaufgang im Sueden. Wir haben unsere Fahrraeder parkiert (K 100 p. Fahrrad) und uns an den Aufstieg gewagt.

Bild 1

Bild 2

Bild 3


Im Eingansbereich stehen runde, spiegelmosaikverzierte Saeulen. Hat man diese passiert, kommt auch schon die Treppe in Sichtweite.
Nach nur 70 Treppenstufen gelangt man auf einen Absatz. Links (Bild 4) und rechts (Bild 5) davor befindet sich je eine kleine Andachtshalle.

Bild 4

Bild 5


Nach weiteren 20 Stufen gelangt man auf eine grosse Plattform mit spiegelmosaikverzierten Saeulen (Bild 6). Dieses Mal sind es aber rechteckige Saeulen. In der Mitte der Plattform ist ein Schrein mit einem sitzenden Buddha.

Bild 6


Nochmals 33 Stufen weiter trifft man auf eine sitzende Buddha-Figur, die in der Mitte der Plattform thront (Bild 7).

Bild 7


Bis anhin haben wir die Treppenstufen ganz locker hinter uns gebracht (Bild 8).
Aha, die naechste Plattform ist in Sichtweite (Bild 9).

Bild 8

Bild 9


Es hat dann aber doch noch 338 Stufen gedauert, bis wir sie schliesslich erreicht haben. Auch auf dieser Plattform funkeln die mit Spiegeln verkleideten Saeulen, an deren 4 Seiten Bilder sind, die Szenen aus dem Leben Buddha's darstellen, in der Sonne (Bild 10). In der Mitte der Plattform auch hier wieder eine Buddha-Figur.
Wie der Blick nach unten zeigt, haben wir nun doch schon eine ziemliche Hoehe erreicht (Bild 11).

Bild 10

Bild 11


83 Treppenstufen spaeter trifft man erneut auf einen Absatz. Hier kommt von links ein Aufgang. Rechterhand befinden sich hinter Gitter 3 Buddha-Figuren. Die Getraenke-Verkaeuferin, die auf diesem Absatz ihren Stand hat, war so nett, das Gitter ein wenig zu oeffnen, so dass wir zumindest eine Figur fotografieren konnten (Bild 12).

Bild 12


64 Stufen spaeter kreuzt man die Strasse, die bis kurz unter den Gipfel fuehrt. Von hier aus sind es nochmals 73 Tritte, bis man die Plattform erreicht, auf der sich die Byardeikpaye Pagode befindet. Darin ist ein grosser, stehender Buddha mit ausgestrecktem rechtem Arm (Bild 14). Dieser zeigt genau auf den Platz, wo Koenig Mindon 1855 seinen Palast erbaute. Links davon ist eine Statue von Ananda, einem Schueler von Buddha (Bild 13).

Bild 13

Bild 14


Nur gerade 2 Stufen weiter stehen hinter Gitter diverse Figuren. Zuerst sieht man drei stehende Maenner. Daneben reissen ein Geier und ein Rabe einem toten Mann, auf dem auch noch ein Leguan sitzt, Fleischstuecke aus dem Leib. Ein sitzender Moench, sowie eine schlafende Frau mit einem Baby sind ebenfalls zu sehen. Zu guter Letzt steht da noch eine Figur mit ausgestrecktem Arm.

Weitere 55 Stufen bringen einem zu einer grossen Plattform, auf der sich diverse Restaurants befinden. Diese haben Tische und Stuehle. Zwischen den Eisentraegern sind verschiedene Bilder aufgemacht.

Wiederum 16 Stufen spaeter ist die Plattform mit der Myatsawnyinaung Pagode. Auch hier eine reich verzierte Buddha-Figur (Bild 15) und Bilder zwischen den Eisentraegern. In einem separatem Teil, der durch Gitter abgetrennt ist, befinden sich nochmals 5 Buddha-Statuen sowie viele Statuen hinter Glas. Auch einige Menschenfiguren sind zu sehen (Bild 16).

Bild 15

Bild 16


Nochmals 14 Stufen weiter trifft man auf die Hlaing Gudaw Pagode. Dies ist eine Reihe von 29 Nischen mit Buddha-Figuren drin. Die Figur in der Mitte befindet sich hinter Glas.

Nun fuehren einem 34 steile und hohe Stufen auf die naechste Plattform. Darauf verteilt sind diverse weisse Stupa's, die jeweilen in alle 4 Himmelsrichtungen Nischen eingelassen haben, in denen sich je eine Buddha-Figur befindet. Zum Teil sind die Nischen mit Spiegelmosaikplaettchen ausgekleidet. Vor einem Stupa steht ein Loewe, vor einem ein Elefant mit Stosszaehnen. Diese Tiere sind eingezaeunt.

Die Ngon Minn Stupa (Bild 17) erreicht man 19 Stufen spaeter. Wie bei den anderen Stupa's, die sich auf dieser Plattform befinden, ist auch in diesem in alle 4 Himmelsrichtungen eine Nische eingelassen, in der sich je eine Buddha-Figur befindet. Vor dem Stupa steht eine Henne, die ebenfalls eingezaeunt ist.

Bild 17


Nach weiteren 73 Stufen gelangt man wieder zu einem Stupa. Auch hier sind in allen 4 Himmelsrichtungen Nischen eingelassen, in denen Buddha-Figuren stehen.

Bis zu dieser Stelle kann man auch mit dem Auto hinauffahren. Von hier gibt es einen Lift und eine Rolltreppe, die einem bis ganz nach oben bringen. Natuerlich nur, sofern Strom vorhanden ist . . .

Auf der naechsten Plattform, also 37 Treppenstufen hoeher, ragt innerhalb von spiegelmosaikbesetzten Saeulenreihen ein grosser Stupa empor (Bild 18). Um diesen Stupa herum hat es 8 groessere und 4 kleinere Stupas. Auch hier gibt es in den 4 Himmelsrichtungen je eine Nische mit einer Buddha-Figur. An den 4 Ecken stehen gruene Figuren von Daemonen, gefolgt von 25 kleineren Figuren (Bild 19).

Bild 18

Bild 19


Nach nochmals 48 Stufen kommen wir auf der obersten Plattform an.

Fuer die total 979 Treppenstufen haben wir etwa 1 Std. 30 Min. benoetigt. Wir haben uns fuer den Aufstieg viel Zeit gelassen.

Als erstes wird die Kameragebuehr von K 500 faellig.

Die Pagode hier oben ist die Sutaungpyai Pagode. Dieses neue, grosse Gebaeude wird von vielen Saeulen, verziert mit Spiegelmosaik, getragen (Bild 20). Der Unterbau ist in Kreuzform. In einer der 4 Ecken steht dieser eingerahmte Stein mit Buddha-Figuren (Bild 21). Leider konnten wir nicht entziffern, was darauf vermerkt ist. In alle 4 Himmelsrichtungen ist eine sitzende Buddha-Figur aufgestellt (Bild 22). Nach wie vor sind Bauarbeiten im Gange.

Bild 20

Bild 21

Bild 22


Bei klarer Sicht (falls es sowas in Myanmar ueberhaupt gibt), hat man vom Mandalay Hill aus sicherlich eine super Aussicht. Aber heute war der Himmel bedeckt. Dies war bei den vielen Treppenstufen ganz angenehm, aber dafuer war's nix mit der Aussicht. Zudem war die Luft (einmal mehr) voller Smog und die Sicht dementsprechend getruebt.

Ansicht von der Strasse aus auf eine der Plattformen (Bild 23).

Bild 23


Eintritt: im "Mandalay Pass" drin, Kamera K 500 (wird auf der obersten Plattform erhoben)
Parkgebuehr fuer Fahrrad: K 100 p. Fahrrad

Fuer die 979 Stufen talwaerts brauchten wir nicht lange. Unten angekommen, schnappten wir uns unsere Fahrraeder und fuhren zu unserem naechsten Ziel.

 

 

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