Reisebericht Myanmar Burma Birma

21.03.2008 Teil 1

Bagan Nyaung U - Old Bagan - Bagan Nyaung U

Luftqualitaet in Myanmar
Sarabha Gate
Ananda Tempel

Fuer unseren heutigen Ausflug haben wir uns fuer einen gemuetlichen fahrbaren Untersatz entschieden (Bild 1): ein Pferdchen mit Wagen (K 7'000 pro Tag). Der eine Grund waren unsere Hinterteile (der Sattel des Fahrrad's gestern war sehr hart) und der andere Grund die Bronchien von Gaby.

Bild 1

Luftqualitaet in Myanmar

Die Luftqualitaet in Myanmar ist sehr, sehr schlecht. Allen Leuten, welche Asthma haben oder sonst irgendwelche Probleme mit den Bronchien/Lungen koennen wir nur empfehlen, nicht nach Myanmar zu reisen. Yangon, Pyay und Magway waren von der Schadstoffbelastung in der Luft her ebenfalls eine Katastrophe. Aber in Bagan Nyaung U war es bis jetzt am Schlimmsten. Autos gibt es hier nicht viele. Bei den Lastwagen und Zweitaktern kommt aus dem Auspuff oft eine schwarze Rauchschwade raus. Praktisch den ganzen Tag ueber laufen Generatoren (natuerlich mit Diesel), die grausame Abgase produzieren. Jeweilen frueh am Morgen wird angefangen, Laub und sonstige Sachen zu verbrennen, um sich zu waermen (am Morgen ist es kalt, etwa 26). Dies qualmt ganz schoen. Dazu kommen noch all die kleinen Feuer, welche angezuendet werden, um zu kochen (mit Holz oder mit Kohle). Dann generell der Staub und, und und. Nicht auszudenken was passiert, wenn all diejenigen Personen, welche heute noch zu Fuss oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, sich ein Motorrad oder ein Auto leisten koennen . . . Ob es da noch was nuetzt, wenn in Europa etwas fuer das Klima getan wird?

Sarabha Gate

Das Pferdchen trabte friedlich vor sich hin und brachte uns in 40 Minuten von Nyaung U nach Old Bagan. Beim Sarabha Tor (Bild 2) legten wir den ersten Stopp ein. Dieses Tor gewaehrte Zutritt zu der befestigten Stadt und steht noch als einziges von den urspruenglich 12 Toren der Stadtmauer, die Koenig Pyinbya im Jahr 849 errichten lies. Die Wohnhaeuser und hoelzernen Palaeste innerhalb der Stadtmauer sind seit langem verschwunden.

Bild 2


Vor dem Sarabha Tor stehen die Statuen der Mahagiri-nats. Sie sind die Schutzgeister von Bagan. Auf der linken Seite (Bild 3) ist Maung Tinde und auf der rechten Seite (Bild 4) seine Schwester Thonbanhla.

Bild 3

Bild 4

Ananda Tempel

Ein paar Meter weiter befindet sich der Ananda Tempel (Bild 5). Er wurde waehrend der Regentschaft von Koenig Kyansitthas erbaut und 1090 fertiggestellt. Er hat seinen Namen von dem Wort "Anandapyinnya", was soviel wie "die unendliche Weisheit", eines der Attribute Buddha's, bedeutet.
Der Grundriss des Tempel's bildet ein griechisches Kreuz mit Saeulengaengen, ausgehend von einem quadratischen Block. Die Gesamtlaenge einschliesslich der Vorhallen betraegt 91 Meter. Der Tempel ist von einer Mauer mit vier Toren umgeben. Die Hauptmasse des aus Backstein errichteten Bauwerkes ist ein kubischer Steinkomplex mit je 53 m seitlicher Laenge.

Bild 5


Ueber dem Hauptblock erheben sich zwei Reihen geneigter Daecher, gefolgt von vier zuruecktretenden Terrassen, die als Basis fuer die Turmpyramide und den kegelfoermigen Turmhelm dienen (Bild 6). Mit dem vergoldeten Endteil und dem Schirm (Bild 6) hat der Tempel eine Hoehe von 53 m. Auf jeder Seite der Turmpyramide sind fuenf Nischen mit Buddha-Figuren (Bild 7). Die Daecher sind mit kleinen Stupa's und Waechterfiguren geschmueckt (Bild 6).

Bild 6

Bild 7


Unterhalb der Zinnen findet man lange Reihen von glasierten, gruenen Terrakottareliefs (Bild 8).

Bild 8


Vor den vier Saeulengaengen stehen jeweils zwei Tuerwaechter. In den Saeulengaengen selbst bewachen zwei weitere Tuerhueter den Eingang zum Hauptraum.
Der Innenraum ist in vier hohe Raeume unterteilt, in denen jeweilen eine Statue von etwa 10 m Hoehe steht. Die Statuen stellen je einen der vier in diesem Weltalter erschienen Buddha's dar und haben alle eine andere Handhaltung.

Im Norden steht die Figur von Gautama (Bild 9), im Osten Kausandha (Bild 10).

Bild 9

Bild 10


Im Sueden findet man die Statue von Konagama (Bild 11) und im Westen diejenige von Kassapa (Bild 12). Bei Kassapa haben wir etwas eigenartiges festgestellt: betrachtet man die Statue von weitem, so laechelt sie. Schaut man der Statue von unten her in's Gesicht, so schaut sie sehr ernst drein.

Bild 11

Bild 12


Die Statuen an der Nord- und Suedseite sind noch original, die beiden anderen sind den Originalen, die zerstoert wurden, nachgebildet.

Um den Hauptraum herum laufen parallel zueinander zwei Gaenge. An den Seitenwaenden dieser Gaenge sind unzaehlige Nischen mit verschiedenen kleinen Buddha-Statuen drin (Bild 13). Der Zutritt in den oberen Bereich ist nicht gestattet.

Bild 13


Eintritt: im "Bagan Pass" drin

 

 

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