Reisebericht Myanmar Burma Birma

20.03.2008

Bagan Nyaung U

Shwezigon Pagode
Hafen

Hey, da staunt ihr, gelle? Wir waren heute mit dem Fahrrad (von Ever One Hire Bicycle - neben Eden Motel - K 1'000 pro Fahrrad) unterwegs (Bild 1). Es gab keine Gaenge und die Bremsen zogen nicht so recht, aber ansonsten waren sie ganz ok.

Bild 1


In Bagan gibt es unzaehlige Ruinen zu besichtigen. Da stehen Tempel aus gebrannten Ziegelsteinen neben vergoldeten Pagoden (Bild 2 - 4). Die einen zerfallen langsam vor sich hin und die anderen wurden renoviert und erstrahlen in neuem Glanz.

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Shwezigon Pagode

Die beiden riesigen Chinthe's (Bild 5) sind etwas einsam. Kaum einer benuetzt diesen Eingang. Trotzdem halten sie seit X Jahren tapfer die Stellung.

Bild 5


Beinahe alle Touristen naehern sich der Shwezigon Pagode von dieser Strasse her (Bild 6). Da hat man schon ueber die Haelfte des ueberdachten Aufganges hinter sich. Im Gang befinden sich viele Verkaufsstaende.

Bild 6


Die Shwezigon Pagode beherbergt eine heilige Zahnreliquie von Buddha, ein Geschenk des Koenigs von Sri Lanka. Koenig Anawrahta (1044 - 1077) befestigte die Reliquie auf dem Ruecken eines weissen Elefanten. Die Reliquie sollte an der Stelle bleiben, an der sich der Elefant hinknien wuerde. Dies geschah dort, wo heute die Shwezigon Pagode steht. Koenig Anawrahta begann mit dem Bau der Pagode. Nach der Vollendung der ersten drei Terrassen starb er (Tod durch einen Bueffel) und Koenig Kyansittha (1084 - 1113 / dazwischen war Koenig Sawlu) baute auf Anraten des koeniglichen Lehrers Shin Arahan die Pagode fertig. Alle Bewohner mussten die Steine vom Mount Tuyin (im Osten) bringen. So wurde die Pagode in sieben Monaten und sieben Tagen fertiggestellt.
Der massive, vergoldete Bau ist 60 m hoch. Die elegante Glockenform des Stupa's (Bild 7) wurde der Prototyp fuer alle zukuenftigen Pagoden. Der untere Teil der Pagode wird aus drei grossen, quadratischen zuruecktretenden Terrassen gebildet. Darauf steht eine achteckige Basis, die die Verbindung zwischen dem quadratischen Unterbau und der runden Kuppel darstellt. Die Glockenform der Kuppel wird auch als umgestuelpte Lotosbluete gedeutet. Die konische Spitze erhebt sich direkt ueber der Kuppel und ist von einem hti (Schirm) gekroent.

Die Ecken der dritten Terrasse sind mit Stupa's besetzt (zu sehen auf Bild 7), die als Modelle der Hauptglocke anzusehen sind.

Auf jeder Seite fuehren aussen Treppen von Terrasse zu Terrasse. Sogar die Treppengelaender sind vergoldet (Bild 8).

Bild 7

Bild 8


Ueber das Gelaende sind zahlreiche kleinere Tempel und Andachtshallen verstreut (Bild 9).

Bild 9


Bei allen vier Aufgaengen ist ein kleiner, quadratischer Tempel, in dem eine Buddha-Figur aus Bronze steht (Bild 10). Die Figuren sind 3,5 m hoch. Sie sind an einer bogenfoermigen Rueckwand befestigt, der Kopf ist vollrund, der Koerper hohl und nur vorne ausmodelliert, hinten dagegen offen.

In einem der Tempel stehen zwei Natfiguren, die Vater und Sohn darstellen, als Waechter und Beschuetzer des Heiligtums (Bild 11). Frueher waren die beiden Kaufleute. Anhand der Anordnung der Figuren sieht man, dass der Sohn den hoeheren Rang hat. Aber auch an der Anzahl Reifen am linken Arm (der Sohn hat zwei, der Vater nur einen). Die Einheimischen stecken den Figuren brennende Zigaretten in den Mund. Faellt die Asche runter, so werden sie kein Glueck haben. Bleibt die Asche an der Zigarette, so werden sie Glueck haben.

Bild 10

Bild 11


Eine Szenen aus dem Leben von Buddha (Bild 13).
Leider sind viele Figuren hinter Gitter (Bild 14), was einem das Betrachten wie auch das Fotografieren erschwert.

Bild 13

Bild 14


Eintritt: im "Bagan Pass" drin

Hafen von Nyaung U

Danach radelten wir zum Hafen von Nyaung U. Keine Ahnung, was wir erwartet hatten, aber sicherlich nicht das, was wir vorfanden (Bild 15 - 16). Die Bezeichnung "Hafen" verdient dieser Ort eher nicht.

Bild 15

Bild 16

 

 

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