Reisebericht Myanmar Burma Birma

18.03.2008

Magway - Minbu - Magway

Schlammvulkane

Schlammvulkane

Beim Kreisel vor der Bruecke ueber den Ayeyarwady stiegen wir in ein Tuk-Tuk ein, das uns, zusammen mit anderen Passagieren in rund 20 Minuten von Magway nach Minbu fuehrte (K 500 p.P). Minbu, ein ruhiger Ort mit doerflichem Charakter, befindet sich am gegenueberliegenden Ufer des Ayeyarwady.
Minbu ist bekannt fuer seine Schlammvulkane. Diese gelten bei den Einheimischen als etwas Besonderes und Heiliges. Deshalb muss man beim Betreten des Gelaendes die Schuhe und auch die Socken ausziehen.
Beim ersten Anblick hatte man nicht unbedingt das Gefuehl, dass sich dahinter ein Tempel befindet (Bild 1). Also ganz ehrlich gesagt, hatten wir uns unter "Vulkan" auch etwas Groesseres, ja etwas Imposanteres vorgestellt. Doch vor uns lag nur ein kleiner Huegel.
Bevor wir aber die ueberdachte Treppe, die zum hoechsten Vulkan fuehrt, betreten durften, mussten wir uns im Buch "foreign visitors" eintragen. Und zwar mit Name, Vorname, Nationalitaet, Wohnort, Passnummer, Visanummer und Unterschrift. Erst danach durften wir weitergehen.

Bild 1


Lausige 60 Treppenstufen trennten uns vom Vulkan (Bild 2). Die legten wir natuerlich in Rekordzeit hinter uns (ha, was sind schon 60 Stufen!).

Bild 2


Der Erste ist zugleich auch der Hoechste der Vulkane. Sorry, man kann ihn so lange anschauen wie man will, er wird nicht hoeher! Dies ist die Ansicht von der Rueckseite her (Bild 3).

Bild 3


Der hellgraue, fast kalte Schlamm blubbert im Vulkankegel vor sich hin (Bild 4 - 6). Der Kegel ist eingezaeunt. Innerhalb des Zaunes liegen viele Geldscheine herum. Die Myanmaren beten hier und werfen dabei das Geld ueber den Zaun (siehe im vorderen Bereich von Bild 4).

Bild 4

Bild 5

Bild 6


Der ueberzaehlige Schlamm sucht sich seinen Weg den Berg hinunter (Bild 7).

Bild 7


Vom hoechsten Vulkan aus hat man bereits den naechsten im Visier. Dieser ist um einiges kleiner und befindet sich nur ein paar Schritte entfernt (Bild 8). Auch hier blubberte es (Bild 9).
Am Fusse der Vulkane befinden sich viele einfache Huetten (Bild 10). Ob dies wohl etwas damit zu tun hat, dass beim Vulkan massenhaft Geld herumliegt . . . (vom Winde verweht)?

Bild 8

Bild 9

Bild 10


Ueber das gesamte Gelaende verteilt befinden sich kleinere aktive Austrittsstellen (Bild 11).

Bild 11


Wir hatten Glueck. Wir waren praktisch alleine auf den beiden Vulkanen und konnten diese in aller Ruhe geniessen. Als wir die Treppen hinunterstiegen, kam uns eine riesige Menge Einheimischer entgegen (Bild 12). Da wurde es ganz schoen eng um den Vulkankegel herum.

Bild 12


Auf dem Gelaende befinden sich 4 runde Wasserbecken mit je einer steinernen Kobraschlange drin. Die Einheimischen beten dort und begiessen die Schlange mit Wasser (Bild 13). Selbstverstaendlich wird auch hier eine Note in den Spendentopf geworfen.

Bild 13


Eintritt: gratis

Vor der Rueckfahrt genehmigten wir uns einen (relativ) kuehlen Softdrink. Wie so oft, wenn wir irgendwo sitzen oder laufen, winkten uns die Einheimischen zu, oder standen vor uns hin und "begutachteten" uns. Die Verkaeuferin der Softdrinks war so angetan von Hampi, dass sie ihn die ganze Zeit anhimmelte.
Zurueck nach Magway ging es wieder per Tuk-Tuk (K 500 p.P. / 20 Minuten).

Nachmittags schlenderten wir ueber den farbenpraechtigen Markt von Magway (Bild 14 - 16). Wir wollten weissen Pfeffer kaufen. Aber unser Marktbesuch wurde nicht von Erfolg gekroent. Nun, vielleicht beim naechsten Markt!

Bild 14

Bild 15

Bild 16

 

einheimische Restaurant

Gestern hatten wir nach dem Nachtessen entdeckt, dass sich entlang der Uferpromenade (links von der Bruecke) zahlreiche einheimische Restaurants befinden (Bild 17 - 18). In einem von diesen wollten wir heute zu Abend essen.

Bild 17

Bild 18


Wir schlenderten der Uferpromenade entlang. Kamen wir an einem Tisch vorbei, an dem Einheimische beim Essen sassen, schauten wir denen auf den Teller (ist zwar nicht gerade hoeflich, aber was soll's!). Dies machten wir so lange, bis uns das, was wir auf dem Teller sahen, zusagte. Wir winkten den Servierboy zu diesem Tisch heran und zeigten (zur grossen Erheiterung der Einheimischen) auf den entsprechenden Teller. So gaben wir ihm zu verstehen, was wir essen wollten. Es gibt naemlich in diesen kleinen einheimischen Restaurants keine Speisekarte (und wenn, dann nicht in Englisch). Das Essen war einfach, aber sehr fein (Bild 19).

Bild 19

 

 

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