Reisebericht Myanmar Burma Birma

15.03.2008

Pyay - Akuk Taung - Pyay

Felsenbuddha's von Akuk Taung

Fuer den heutigen Ausflug mieteten wir ein Tuk-Tuk (Bild 1) zum stolzen Preis von K 34'000 (K 1'050 = USD 1). Urspruenglich wollte der Fahrer noch viel mehr Geld haben.

Zuerst ueberquerten wir den Ayeyarwady. Danach ging es auf Nebenstrassen weiter. Diese waren nicht mehr in einem so guten Zustand wie die Strasse zwischen Yangon und Pyay. Sie waren voller Schlagloecher. Unser Fahrer, ein kleiner Rennfahrer, stoerte dies aber nicht im geringsten. In vollem "Garracho" fegte er ueber die Strasse hinweg. Wir wurden ganz schoen durchgeruettelt. Aber es war noch zum Aushalten. Die Landschaft, die an uns vorbeischoss, war ziemlich karg. Meistens sah man auch nur armselige Huetten. Vielleicht ein oder zwei Steinhaeuser. Nach 2 Stunden 45 Minuten kamen wir in Akuk Taung an. Und, erstaunlicherweise ohne, dass das Tuk-Tuk auch nur ein einziges Mal umgekippt waere . . .

Bild 1


Von jetzt an ging es nur per Boot weiter. Der Fahrer kam mit uns zum entsprechenden Haus, wo man das Boot anmieten konnte. Wir hatten uns vorgaengig in Pyay erkundigt, was das Boot in etwa kosten wuerde. K 5'000 sagte man uns. Wir sind vor Schreck beinahe umgefallen, als der Bootsvermieter K 150'000 haben wollte! Dies gab es doch nicht - wir dachten, wir seien im falschen Film. Der Bootsvermieter wusste, dass wir aus Pyay angereist waren und da dachte er wohl, wir wuerden jeden Preis bezahlen. Aber wir gaben ganz klar zu verstehen, dass wir dies definitiv nicht bezahlen wuerden und wollten auch schon wieder gehen. Nun, es sah ganz danach aus, als ob wir den weiten Weg umsonst gemacht haetten. Da sagte er ploetzlich, dass er sich falsch ausgedrueckt haette, er haette K 15'000 gemeint (ha, wer's glaubt wird selig!). Wir wollten noch immer nicht und sagten dies auch. Nach ein paar Minuten meinte der Bootsvermieter grosszuegig, er wuerde uns ausnahmsweise einen Discount geben und nur (!) K 13'000 berechnen. Nach langem hin und her ueberlegen, sagten wir schliesslich ja. Wir hatten uns doch schon so auf die Felsenbuddha's gefreut. Aber die Freude hatte bereits einen tiefen Daempfer erlitten.
Unser Chauffeur kam ganz selbstverstaendlich auch mit auf's Schiff. Es schien uns, als ob er auch zum ersten Mal an diesem Ort waere (er musste unterwegs auch ein paar Mal nach dem Weg fragen). Wir machten es uns auf dem Motorboot gemuetlich und warteten auf die Abfahrt (Bild 2).

Bild 2

Felsenbuddha's von Akuk Taung

Nach dem Ende des zweiten britisch-birmanischen Krieges markierte der Fluss bei Akuk Taung die Grenze zwischen Ober- (vom burmesischen Koenig regiert) und Unter-Myanmar (von den Briten regiert). Der Fluss war die Haupt-Handelsroute. Schiffe, welche nach Ober-Myanmar fuhren, hatten beim Myanmarischen Zollhaus Steuern zu entrichten und Schiffe, welche nach Unter-Myanmar fuhren, beim Britischen Zollhaus. Akuk Taung war auch ein idealer Ort, um Schutz vor einem Unwetter zu suchen. So wurden die Boote manchmal tage- oder gar wochenlang in Akuk Taung festgehalten. Die Leute auf dem Boot, Segler, Reisende, Kaufleute, begannen sich nach einer gewissen Zeit zu langweilen. So begannen sie, waehrend sie auf eine Besserung der Wetterlage warteten oder bis sie an der Reihe waren, um ihre Steuern zu bezahlen, in den relativ weichen Sandstein Buddhafiguren zu schlagen.
In den Nischen, die zum Teil in mehreren Reihen uebereinander angeordnet sind, befinden sich auch heute noch zahlreiche sitzende, stehende und liegende Buddha's (Bild 3 - 13).

Bild 3

Bild 4

Bild 5

 

Bild 6

Bild 7

Bild 8

 

Bild 9

Bild 10

Bild 11

 

Bild 12

Bild 13


Nach 40 Minuten langsamer Fahrt auf dem Ayeyarwady (und dafuer berechnen die einem K 13'000!) ging es ans Ufer zurueck.
Danach flogen wir mit dem Tuk-Tuk in 3 Stunden 15 Minuten nach Pyay zurueck. Unterwegs gab es eine kurze Pause, da der Tuk-Tuk-Fahrer wahnsinnig hungrig war und Mittagessen wollte.

Die in Sandstein geschlagenen Buddhafiguren sind sehenswert. Ist einmal etwas ganz anderes. Aber in unseren Augen rechtfertigen sich die USD 50, die wir fuer diesen Ausflug ausgegeben haben, in keiner Weise.

Tuk-Tuk: K 34'000
Motorboot: K 13'000

 

 

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