Reisebericht Myanmar Burma Birma

13.03.2008

Yangon - Pyay

Shwesandaw Pagode

Jupidu! Ueber Nacht kam uns endlich die Loesung fuer unser Dollar-Problem (siehe 10.03.2008.). Wir fragten im Hotel, ob wir die Uebernachtungen anstatt in USD in EURO bezahlen koennten. Das Hotel haette zwar lieber USD gehabt, aber es hat mit ein bisschen murren auch EURO akzeptiert (diese Noten wurden nicht ganz so genau unter die Lupen genommen, wie die Dollar-Noten). Der Umrechnungskurs USD/EURO war zwar miserabel, aber dies war uns zu diesem Zeitpunkt egal. Wir werden nun von Yangon aus weiterreisen. Wenn uns das Geld bzw. die schoenen USD-Noten ausgehen, muessen wir halt wieder umkehren und nach Thailand zurueckgehen . . .

Das Taxi brauchte 50 Minuten (und dies ohne grosses Verkehrsaufkommen), um uns vom Beautyland Hotel 2 (Naehe Sule Pagode) zur Aung Mingalar Highway Bus Station zu chauffieren (K 8'000). Wir waren schon sehr gespannt auf diese Busfahrt, hatten doch so ziemlich alle, die von ihren Busfahrten in Myanmar erzaehlten, von Horror-Busfahrten gesprochen. Aber dies beunruhigte uns nicht, da wir uns frueher bereits in Indien, Kambodscha, Laos, Thailand und Vietnam mit einem Bus vorwaerts bewegt hatten. Der Taxichauffeur brachte uns umgehend zum richtigen Bus. Wir hatten Glueck, naechste Abfahrt war bereits in 10 Minuten.
Der Bus von Sun Moon (Bild 1) sah nicht einmal schlecht aus. Ticketpreis K 4'500 pro Person (kein AC-Bus). Wir hatten die Plaetze Nr. 7 und 8. Bei diesen Plaetzen hatte es etwas weniger Platz fuer die Beine, wie bei den anderen Sitzplaetzen (dies wussten wir natuerlich vorher nicht). Da wir beide nicht sehr gross sind (158 cm und 166 cm), hatten wir aber keinerlei Probleme damit. Generell hatten wir das Gefuehl, dass die Beinfreiheit in diesem Bus nicht allzugross war.
Kaum waren wir aus Yangon raus, sah man nur noch ganz selten ein Auto auf den Strassen. Dafuer vermehrt Fahrraeder, Scooter und Ochsenkarren. Mal zogen gruene Reisfelder an uns vorbei, mal ausgetrocknete Felder, aber auch sehr viele Sonnenblumenfelder. Auch die Haeuser veraenderten sich. Steinhaeuser sah man fast keine mehr, dafuer Holzhaeuser mit Stroh- oder Wellblech-Daechern und auch etliche Huetten aus geflochtenen Bambusmatten. Der Weg fuehrte uns durch viele kleine Doerfer hindurch. Die Einheimischen sassen vor ihren Haeusern, bei den Bushaltestellen lungerten die Rikschafahrer herum, einige liefen der Strasse entlang, in den Haenden ihr Kesseli mit dem Essen. Es waren auch viele Moenche mit ihren Almosenschalen unterwegs. Jedesmal, wenn der Bus anhielt, um Passagiere aussteigen zu lassen oder welche aufzunehmen, war der Bus innert Sekunden von Strassenhaendlerinnen umringt, die Esswaren oder Getraenke zum Kauf anboten.
Nach 2 Stunden 45 Minuten Fahrzeit stoppten wir fuer's Mittagessen (Bild 2). Die Einen verpflegten sich im Restaurant, die Anderen verkoestigten sich mit gebratenen Spatzen (Bild 3). Hampi hatte sich lange ueberlegt, ob er einen solchen Vogel probieren sollte oder nicht. Aber er war sich nicht ganz sicher, wie alt diese gebratenen Voegel waren (es wurde eine riesige Menge davon zum Kauf angeboten), deshalb liess er es bleiben. Nach einer Pause von knapp 30 Minuten ging die Fahrt weiter.

Bild 1

Bild 2

Bild 3


Wir brauchten nochmals 3 Stunden, bis wir im Busbahnhof von Pyay ankamen. Die Strassen hatten uns positiv ueberrascht. Natuerlich halten sie einem Vergleich mit Schweizer Strassen nicht stand, aber es war eine richtig lockere Busfahrt. Der Bus konnte zwar nicht schnell fahren, doch dies nicht etwa wegen schlechten Strassen, sondern wegen den Velofahrern, Ochsenkarren etc., die ihm die ganze Zeit" im Weg" waren.
Vom Busbahnhof in Pyay liessen wir uns mit einer Fahrradrikscha zum Smile Motel fahren (K 500 p.P.). Der Rikscha-Fahrer laechelte noch ganz locker, als Gaby Platz nahm (Bild 4). Aber als er nach 10 Minuten hartem Strampeln vor dem Smile Hotel ankam, war ihm das Lachen vergangen (Bild 5). Vermutlich war der Rucksack zu schwer . . .

Bild 4

Bild 5

Pyay

Pyay liegt 289 km noerdlich von Yangon, am Ufer des Ayeyarwady Flusses.

Shwesandaw Pagode

Das Smile Motel ist nur ein paar Gehminuten von der Shwesandaw Pagode entfernt. Da es erst 16:00 Uhr war, beschlossen wir, noch einen Abstecher dorthin zu unternehmen. Die Pagode wurde 1753 erbaut und 1841 von Koenig Tharrawaddy restauriert. Sie ist eine kleinere Kopie der Shwedagon Pagode in Yangon. Der Nordaufgang (Bild 6) wird von zwei riesigen Chinthes (eine Art Loewe) flankiert. Der linke Chinthes hat einen Tieger im Maul, der rechte eine Kuh. 163 Treppenstufen bringen einem nach oben.

Bild 6


Der Stupa (Bild 7) enthaelt vier Haare von Buddha, einen Zahn, ein Gewand, einen Schal und einen Guertel. Er steht auf einer 4'000 m2 grossen Terrasse und ist von zahlreichen kleinen goldenen Pagoden umgeben.

Bild 7


Eine 60 Meter grosse Buddha-Statue beherrscht den Ostaufgang (Bild 8). Sie ist der Shwesandaw Pagode zugewandt. Die Buddha-Statue ueberragt saemtliche in der Umgebung stehenden Haeuser (Bild 9).

Bild 8

Bild 9


Zwischen dem Nord- und dem Westaufgang befindet sich ein Lift (Bild 10). Die Schuhe und Socken muss man bereits vor dem Lift ausziehen.

Bild 10


Das Sonnenlicht spiegelte sich in den diversen Gebaeuden (Bild 11). Es lohnt sich, die Details genauer zu betrachten (Bild 12). Wieder ein Chinthes (Bild 13).

Bild 11

Bild 12

Bild 13


Auch hier sind wir auf myanmarische Sternbilder gestossen (Bild 14).

Bild 14


In den ueberdachten Treppenaufgaengen befinden sich unzaehlige kleine Laeden (Bild 15), welche Allerlei zum Kauf anbieten.

Bild 15


Zusammen mit den Myanmaren genossen wir bei der Shwesandaw Pagode den Sonnenuntergang (Bild 16 - 17).

Bild 16

Bild 17


Blick auf die Shwesandaw Pagode von der Bruecke (ueber den Ayeyarwady) her (Bild 18).

Bild 18


Eintritt: gratis, Fotokamera K 200

 

 

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