Reisebericht Myanmar Burma Birma

06.03.2008

Yangon

Sule Pagode
Botataung Pagode
Kaba Aye Pagode

Sule Pagode

Die Sule Pagode (Bild 1 - 5) steht im Herzen der Yangoner Innenstadt.

Der fruehere Name des Heiligtums war Kyaik Athok (= Pagode mit der Haarreliquie). Der Name stammt von den Mon und weist darauf hin, dass die Pagode ein Haar und andere Reliquien Buddha's birgt, die die buddhistischen Missionare Sona und Uttara aus Indien mitbrachten. Sie schenkten diese Reliquien dem Minister von Dagon, Maha Sura, der dafuer die Sule Pagode bauen liess. Der heutige Name leitet sich vom Sule-nat (= Sule-Geist) ab, dem bewachenden Geist des Singuttara-Huegels.

Bild 1


Die Pagode wurde 235 v. Chr. errichtet, waehrend des 2. Weltkrieges zerstoert und spaeter mit Hilfe von Spendengeldern wieder aufgebaut. Sie ist 46 Meter hoch und in der 8eckigen Form erbaut. Jede Ecke symbolisiert einen Wochentag. Sie ist umgeben von kleinen Geschaeften nichtreligioeser Dienstleister, wie z.B. Astrologen, Handleser, Fotostudios und Uhrreparaturwerkstaetten.

Die Pagode wird den ganzen Tag ueber stark von Glaeubigern besucht (Bild 2).

Bild 2

Bild 3

Bild 4


Die Leute, die an diesem Planetenpunkt (Garuda, eine Art Vogelmensch) Opfer bringen und die Buddha-Figur mit Wasser uebergiessen (Bild 5), sind an einem Sonntag geboren.

Bild 5


Eintritt: gratis

Botataung Pagode

Die Botataung Pagode (Bild 6) steht an der Hafeneinfahrt. "Bo" bedeuted "Offizier" und "tataung" "tausend". Vor mehr als 2000 Jahren sollen 1000 Offiziere Spalier gestanden haben, als an dieser Stelle indische Moenche Reliquien von Buddha an Land brachten.

Die Pagode wurde im 1. Jh. n. Chr. von Koenig Okkalapa errichtet. Im November 1943 wurde sie von Bomben zerstoert und ist jetzt wieder im urspruenglichen Stil aufgebaut. Die Pagode ziert eine vergoldete Spitze und ist 40 Meter hoch. Das ungwoehnliche an dieser Pagode ist, dass man in das heilige Innere hineingehen kann. Dies ist vermutlich auch der Grund, dass man neben den Schuhen hier auch die Socken ausziehen muss!

Bild 6


Die Botataung Pagode ist vom Grundriss her tortenstueckartig aufgeteilt. Zur Mitte hin laufen die Raeume spitz zu.
Dies sind die sogenannten Meditationsecken (Bild 7 - 8). Die einen Raeume sind von oben bis unten mit Spiegelmosaiken verkleidet (Bild 7), die anderen mit Goldplatten (Bild 8 - 9). Eindrucksvoll ist auch das viele Geld, das gespendet wird (Bild 9).

Bild 7

Bild 8

Bild 9


Die wertvollsten Reliquien sind mit Glas und Gitter vor Raub und Diebstahl gesichert, was einem das Betrachten, wie auch das Fotografieren etwas erschwert (Bild 10 - 11).

Bild 10

Bild 11


Im Innersten des Heiligtums, gut geschuetzt durch Gitterstaebe, befinden sich die 4 Haarreliquien von Buddha, umgeben von Gold und Edelsteinen (Bild 12). Viele Myanmaren haben davor gebetet und Geldscheine durch einen Schlitz hineingeworfen.

Bild 12


Innerhalb des Tempelgelaendes befindet sich ein Teich mit Wasserschildkroeten (Bild 13). Wenn man sie fuettert, begeht man, so heisst es, eine gute Tat, was einem ein langes Leben bescheren soll. Zudem sind noch diverse Statuen auf dem Gelaende zu finden (Bild 14 - 15).

Bild 13

Bild 14

Bild 15


Die beruehmte Statue "Royal Palace Bronze Image" (Bild 16) befindet sich erst seit dem 17. Juni 1951 wieder in Myanmar. Sie wurde im Jahre 1886 zusammen mit anderen Buddha-Figuren durch die Briten nach London verschleppt, wo sie ueber viele Jahre im Victoria and Albert Museum ausgestellt war.

Bild 16


Eintritt: USD 2 p.P. plus USD 1 fuer den Fotoapparat

Kaba Aye Pagode

Die Kaba Aye Pagode (die Weltfriedens-Pagode) liegt 11 km noerdlich der Stadt. Sie wurde 1952 erbaut. Im Jahre 1954 wurde dort das 6. Buddhistische Konzil abgehalten, um den 2500. Geburtstag von Buddha zu begehen.

Schreitet man durch den Eingang (Bild 17), so hat man das Gefuehl, man naehert sich einem Einkaufszentrum. Links und rechts befinden sich viele kleine Geschaefte.

Bild 17


Bei der Kaba Aye Pagode handelt es sich um einen runden Bau mit vielen Schreinen, auf dessen Dach sich der goldene Stupa in 34 Meter Hoehe erhebt (Bild 18). Der Basisumfang misst ebenfalls 34 Meter.

Bild 18


Der Innenraum wird von 5 grossen Buddhastatuen beherrscht (Bild 19). Daneben sind noch diverse andere Reliquien ausgestellt (Bild 20). Die Waende sind mit vergoldeten Glasspiegelmosaiken verkleidet.

Bild 19

Bild 20


In der inneren Reliquienkammer wird, nebst anderen Kostbarkeiten, eine 500kg schwere Gold-Buddha-Statue aufbewahrt (Bild 21). Dicke Gitterstaebe und schwere Tresortueren schuetzen diese wertvollen Sachen vor Diebstahl. Waehrend unseres Besuches in der Pagode wurde in diesem Raum eine Zeremonie abgehalten.

Bild 21


Eintritt: gratis

 

 

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