Reisebericht Thailand

19.02.2007

Nakhon Ratchasima (Khorat)

Phnom Rung Historical Parc
Prasat Khao Phanom Rung
Prasat Sikhoraphum

Da unsere heutigen Ziele ziemlich weit von Khorat entfernt liegen, haben wir uns fuer einmal fuer das Fortbewegungsmittel "Auto" entschieden (Bild 1).

Bild 1

Phnom Rung Historical Parc

Phnom Rung Historical Parc erreichten wir nach 130 Km. Diese Tempelanlage ist ein faszinierendes Khmer-Bauwerk, welches in verschiedenen Phasen zwischen dem 10. und dem 13. Jahrhundert errichtet wurde. Vor ueber einem Jahrtausend war der Tempel das spirituelle Zentrum der gesamten Region. Koenig Narendradity von Angkor kam hierher, um sich der Meditation zu widmen. Die Tempelanlage ist eines der beeindruckendsten Bauwerke der Khmer-Architektur auf thailaendischem Boden. Sie ist sehr gut erhalten und den Gottheiten des Hinduismus gewidmet.
Phanom Rung bedeutet in etwa "das grosse Denkmal auf dem grossen Huegel".

Kurz nach dem Eingangstor konnte man das zentrale Heiligtum schon sehen - aber es war noch sehr, sehr weit weg (Bild 2).

Zuerst genossen wir den Spaziergang auf einem mit Saeulen gesaeumten Weg (Bild 3). Links und rechts davon befindet sich eine gepflegte Parkanlage.

Prasat Khao Phanom Rung

Prasat Khao Phanom Rung war schon aus der Ferne ein faszinierender Anblick. Aber aus der Naehe betrachtet, wurde einem langsam bewusst, um was fuer ein gewaltiges Bauwerk es sich hier handeln musste (Bild 4).

Bild 2

Bild 3

Bild 4


Eine kleine Verschnaufpause vor dem Erklimmen der Treppen (Bild 5). Man bedenke, wir haben hier immerhin weit ueber 35 Grad!

Bild 5


Links und rechts des Treppenbeginns sitzt je ein Singha (Bild 6). Ein Singha (Loewe) ist eine mythische Kreatur. Er bewacht zum einen das Heiligtum und zum anderen symbolisiert er auch die Grenze zum Himmel.

Ein Shiva-Linga (Bild 7) besteht aus drei Teilen. Der unterste Teil ist quadratisch, der mittlere achteckig, der dritte zylindrisch und erhebt sich ueber den Sockel. Der Shiva-Linga ist so angebracht, dass eine Haelfte in der Erde eingebettet liegt, waehrend die andere ueber der Oberflaeche verbleibt. Der ueber der Oberflaeche erscheinende Teil repraesentiert die manifestierte sichtbare Welt der Vielfalt (Shakti). Die unter der Oberflaeche sitzende Haelfte stellt die unsichtbare Grundlage dar, die die obere Haelfte traegt und die unmanifestierte hoechste Realitaet (Shiva) symbolisiert.
Der Lingam, ein Symbol von Energie und Fortpflanzung, steht fuer Shivas Kraft der Zerstoerung. Menschen beten zu Shiva fuer Produktivitaet und Wachstum. Er manifestiert alle Tugenden, sowie Kraefte und repraesentiert die Eigenschaft, die "Tamas" (Dunkelheit, Traegheit, Bewegungslosigkeit) genannt wird.

Der weisse Bulle Nandi (Bild 8) ist das Reittier des Gottes Shiva. Er symbolisiert die Seelen der Menschen.

Bild 6

Bild 7

Bild 8


Der Torwaechter (Bild 9) hat einen Job auf Lebzeiten.

Auch die fuenfkoepfige Naga (Bild 10) ist ein Symbol der hinduistischen Goetterwelt und gilt als Beschuetzerin des Urmeeres und des Wassers.

Bild 9

Bild 10

Prasat Sikhoraphum

Anschliessend sind wir weitere 125 Km zum Prasat Sikhoraphum (Bild 11 bis Bild 13) gefahren, der 32 Km noerdoestlich von Surin liegt. Er stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist ebenfalls gut erhalten, bzw. gut restauriert. Er besteht aus 5 Ziegelstein-Prangs, die auf einer Plattform stehen und von Lotusteichen umgeben sind.

Bild 11

Bild 12

Bild 13


Bemerkenswert sind die schoenen Verzierungen auf den Tuermen (Bild 14).

Bild 14


Die vielen Steine haben durstig gemacht (Bild 15).

Bild 15

 

 

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