Reisebericht Kambodscha

31.01.2007 Teil 1

Siem Reap

Wat Angkor

Wat Angkor

Heute nun war es also soweit. Wir sollten den weltberuehmten Wat Angkor sehen. Da man mit einem gemieteten Motorrad nicht in den Angkor-Bereich darf (diese Motorraeder werden konfisziert und der Besitzer sowie derjenige, der es gemietet hat, bekommen eine saftige Strafe aufgebrummt), mussten wir uns wohl oder uebel einem Tuk-Tuk-Fahrer anvertrauen (Bild 1). Doch auch da musste man Acht geben, dass es ein Tuk-Tuk-Fahrer war, der fuer den Angkor-Bereich eine Lizenz hatte. Ansonsten haette man ganz schoen alt ausgesehen, wenn der Tuk-Tuk-Fahrer beim Eingang haette bleiben muessen und man das ganze Gelaende zu Fuss haette erkunden muessen.

Bild 1


Das ist er also: der Angkor Wat (Bild 2 und Bild 3) !

Koenig Suryavarman II. liess ihn in der ersten Haelfte des 12. Jahrhunderts erstellen (Bauzeit: 37 Jahre). Der Tempel war dem hinduistischen Gott Vishnu geweiht und sollte das Grab von Koenig Suryavarman II. werden. Fuer Hindutempel unueblich, ist Angkor Wat nicht nach Osten, sondern nach Westen ausgerichtet. Man vermutet, dass die Architekten durch die letzten, den Tempel beruehrenden Strahlen der untergehenden Sonne die Bedeutung als Grabmal hervorheben wollten.

Die Tempelanlage war damals eine Stadt in der Stadt, in der lediglich Priester, Beamte und der Koenig mit seinen Bediensteten wohnen durften. Sie war von Wassergraeben umgeben und hatte etwa 20'000 Einwohner.

Diese Stadt in der Stadt war die perfekte Nachbildung des Universums, wie es in der hinduistischen Mythologie beschrieben wird. Die Wassergraeben symoblisieren das Urmeer, Graeben und Galerien die Gebirgsketten und die Tuerme den Sitz der Goetter.

Bild 2

Bild 3


Wir hatten heute nicht nur das Vergnuegen, dieses atemberaubende Meisterwerk zu bestaunen, nein, wir nutzen die Gelegenheit, um auch gleich noch das Bergsteiger-Brevet zu machen . . .

Der Besuch der Tempel verlangte manchmal schon Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (Bild 4 - Bild 6). Dabei war das raufklettern immer viel einfacher, wie das runterklettern! Der erste Schritt runter war immer der schwierigste - ist aber irgendwie verstaendlich, wenn man Bild 5 anschaut, oder?

Bild 4

Bild 5

Bild 6


Angkor Wat ist voll von wunderschoenen Steinmetz-Arbeiten (Bild 7).

Rechts vom Eingang steht dieser achtarmige Vishnu (Bild 8).

Neben all den Statuen, Steinmetz-Arbeiten etc. gibt es in Angkor Wat auch sensationelle Flachreliefs zu bewundern (Bild 9). Diese bedecken eine Wandflaeche von 800 Metern Laenge und sind somit die laengsten zusammenhaengenden Flachreliefs der Welt.

Bild 7

Bild 8

Bild 9

 

 

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