Reisebericht Kambodscha

20.01.2007 Teil 1

Kampot

Bokor Mountain

Bokor Mountain

In Kambodscha treten immer noch 800 - 900 Menschen pro Jahr auf eine Landmine.

Wir hatten einen Ausflug zu Bokor Mountain geplant. Diese Region ist aber noch nicht ganz frei von Minen. Deshalb entschlossen wir uns, diese Tour organisiert zu unternehmen und ausnahmsweise nicht auf eigene Faust loszutrampeln . . .

Um 07:30 Uhr sollten wir abgeholt werden. Wir standen, wie immer, puenktlich bereit (Bild 1). Aber andere Teilnehmer mussten, als der Pick-Up eintraff, zuerst noch ihr Fruehstueck beenden, oder Brote kaufen. So hiess es zum ersten Mal "warten, bis alle bereit sind". Als dies endlich soweit war, fuhr man uns zum Buero der Mealy Chenda Tour. Und dort hiess es ein weiteres Mal "warten, bis alle bereit sind".

Da zwei Touren zusammengelegt wurden, waren es 19 Personen, die an diesem Ausflug teilnahmen. Ein Pick-Up brachte die Haelfe der Gruppe ans Ufer des Kampot Rivers. Dort stiegen wir aus und wieder mussten wir warten. Wir verkuerzten uns die Wartezeit, in dem wir die Kinder beobachteten, welche, bevor sie zur Schule mussten, im Fluss fischten (Bild 2). In der Ferne sahen wir auch Bokor Mountain, unser heutiges Ziel (Bild 3).

Bild 1

Bild 2

Bild 3


Waehrend der 1stuendigen Bootsfahrt zogen malerische Landschaften an uns vorbei (Bild 4 und Bild 5). Wir genossen diese ruhige Fahrt. Das Boot konnte aufgrund des Wasserstandes nicht ganz an Land fahren. Also hiess es "Hosen raufkrempeln und an Land waten" (Bild 6). Dies war eine willkommene Abkuehlung.

Bild 4

Bild 5

Bild 6


Dieses Mal warteten zwei Pick-Up auf uns, welche uns in knapp 30 Minuten zum Eingang des Bokor National Parkes fuhren. Dort bezahlten wir die Eintrittsgebuehr von USD 5.00 pro Person. Hinter dem Parkeingang war es fertig mit geteerten Strassen. Nun gab es nur noch Naturstrasse pur. Und diese erst noch in einem erbaermlichen Zustand. Es rumpelte uns ganz schoen durch waehrend der Fahrt. Nach 1 1/2 Stunden "Durchschuetteln" gab es den ersten Stopp (Bild 7). Der Black Palace (Bild 8) wurde 1920 von franzoesischen Architekten gebaut. Er diente dem Koenig als Feriendomizil. Der Black Palace besteht aus mehreren Gebaeuden. Selbstverstaendlich hat das Regime von Pol Pot auch dieses Schmuckstueck zerstoert und was nicht zerstoert wurde, wurde von der einheimischen Bevoelkerung nach 1979 rausgerissen und verkauft. Selbst Waende und Decken hat man zerstoert, um das Eisen rauszunehmen. Entsetzt hat uns die Aussage des Tour-Guides, dass wir doch etwas auf die Waende schreiben sollen. Dies sei erlaubt, wenn nicht schon fast erwuenscht!
Aber ein herrlicher Ausblick hat man von hier oben (Bild 9).

Bild 7

Bild 8

Bild 9


Nach nochmals 30 Minuten auf dem Pick-Up gab es den zweiten Stopp. Von hier aus gingen wir zu Fuss weiter. Quer Feldein, ueber Stock und Stein (Bild 10). Landschaftlich sehr schoen. Das erste was wir von Bokor sahen, war die ehemalige Polizeistation (Bild 11), welche sich etwas unterhalb befand. Als naechstes trafen wir auf das feudale Hotel Kiri mit Casino und Tanzsaal (Bild 12). Vor dem Hotel hat sich ein riesiger Weiher befunden, der zum Schwimmen benutzt wurde. Heute ist das ehemalige Schwimmbad nur noch eine Graslandschaft. Doch, gemaess Aussage unseres Tour-Guides soll waehrend der Regenzeit das ganze "Becken" voll mit Wasser sein.

Bild 10

Bild 11

Bild 12


In der Ferne sahen wir auch eine Kirche (Bild 13), welche von den Franzosen erbaut wurde. Aber unser eigentliches Ziel, Bokor, hatten wir noch nicht ganz erreicht. Also liefen wir weiter bergaufwaerts (Bild 14).
Nun waren wir endlich am Ziel: wir sind nach einer Stunde Fussmarsch in Bokor, welches auf einem Hochplateau am 1080m hohen Phnom Popok ("der Berg, um den die Wolken kreisen") im Elefantengebirge liegt, angekommen.
Wenn man das Ueberbleibsel der ehemaligen Einfahrt des beruehmten Bokor Casinos naeher betrachtet, so kann man sich bildlich vorstellen, was fuer eine prachtvolle Parkanlage hier gewesen sein muss (Bild 15).

Bild 13

Bild 14

Bild 15

 

 

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