Reisebericht Kambodscha

11.01.2007

Phonom Penh

Choeung Ek Genocidal Center
Tuol-Sleng Museum
Koenigspalast
Independence Monument
Psah Tuol Tom Pong

Wir haben ein Motorrad-Taxi gemietet (Bild 1). Bei einem Motorradtaxi befindet sich vorne ein normales Motorrad und der hintere Teil fuer die Passagiere koennte man eigentlich als eine Art Kutsche bezeichnen. Vier gut gepolsterte Europaeer haben darin genuegend Platz - von den Einheimischen koennten noch viel mehr als 4 Personan mitfahren. Es ist sehr komfortabel mit dem Motorrad-Taxi zu reisen - ausser natuerlich auf Sandstrassen, da das Gefaehrt offen ist . . .

Choeung Ek Genocidal Center

Unser erstes Ziel war das Choeung Ek Genocidal Center (hell on earth in 20th century), besser bekannt als die "Killing Fields". Diese befinden sich ca. 15 Km suedoestlich von Phnom Penh und die Fahrt dorthin dauerte ca. 40 Minuten.
Hier steht das vermutlich groesste und auch makaberste Mahnmal zur Erinnerung an die grauenhaften Morde der Roten Khmer (Bild 2). Im Inneren des Mahnmal's befinden sich unzaehlige Schaedel (Bild 3) und Knochen, wie auch ein Berg Kleider, bei denen es sich um die Kleider der Ermordeten handeln soll. Man hat auf diesem Gelaende schon 129 Massengraeber ausgehoben. Gefunden hat man aber noch viel mehr, diese wurden jedoch nicht mehr geoeffnet.

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Tuol-Sleng Museum

Wenn man die "Killing Fields" gesehen hat, so "muss" man auch den zweiten Ort des Schreckens besuchen: das Tuol-Sleng Museum.
Frueher war es eine Schule. Doch unter der Herrschaft von Pol Pot (April 1975 - Januar 1979) wurde daraus ein Konzentrationslager gemacht. Bekannt war es unter dem Namen "Khmer Rouge S21 Prison". Man sagt, dass waehrend dieser Zeit bis zu 20'000 Kinder, Frauen und Maenner inhaftiert, gefoltert und anschliessend auf bestialische Weise in Choeung Ek ("Killing Fields") ermordet wurden. Wenn jemand inhaftiert wurde, so hat man immer gleich die ganze Familie mit-inhaftiert und demzufolge jeweilen auch die ganze Familie eliminiert.

Im "Gebaeude A" hatte es grosse Einzelzellen, in denen die Gefangenen auf Pritschen angekettet waren (Bild 4).

Im oberen Stock von "Gebaeude C" hatte es winzige Einzelzellen (Bild 5). Wer nicht in einer der winzigen Einzelzellen war, wurde zusammen mit anderen Gefangenen in den ehemaligen Klassenzimmern "gehalten". Aber egal ob Einzelzelle oder Gruppenzelle, die Gefangenen waren gefesselt.

Das ganze "Gebaeude C" war mit Stacheldraht versehen (Bild 6). Dies wurde gemacht, nachdem sich eine Frau aus dem 2. Stock in den Selbstmord gestuerzt hatte.

Sie waren ziemlich bedrueckend, diese beiden Orte des Schreckens. Jeder Besucher wurde sehr nachdenklich. Aber es gehoert zur Geschichte Kambodschas!

Bild 4

Bild 5

Bild 6

Koenigspalast

Nun kam etwas Erfreulicheres zum Anschauen. Der Koenigspalast. Nur ein Teil davon ist der Oeffentlichkeit zugaenglich. Sehr beeindruckend ist die Thronhalle (Bild 7). Aber dort war es leider verboten zu fotografieren. Auch der Eingangsbereich (Bild 8) ist ein zweiter Blick wert. Die Gartenanlage wirkt sehr gepflegt. Bei den Stupa's, welche die Asche ehemaliger Koenige aus der Norodomfamilie enthalten, bleibt einem die Sprache weg (Bild 9). Massenhaft kleine Details. Man kann sie gar nicht lange genug studieren.

Bild 7

Bild 8

Bild 9

Independence Monument

Selbstverstaendlich sind wir auch beim Independence Monument vorbeigefahren (Bild 10). Dieses wurde zur Erinnerung an die damals von Koenig Norodom Sihanouk am 9. November 1953 erlangte Unabhaengigkeit von Frankreich erbaut. Unter der vietnamesischen Besatzung wurde das Denkmal zu Ehren der Kriegstoten und als Zeichen fuer den Sieg ueber die Roten Khmer in Victory Monument umbenannt.

Es ist immer wieder ein Genuss, auf Asien's Strassen zu fahren (Bild 11).

Psah Tuol Tom Pong

Der Besuch auf einem Markt durfte natuerlich nicht fehlen (Bild 12). Auf dem Russenmarkt (Psah Tuol Tom Pong) kann man von Fruechten bis Schiffsschrauben alles kaufen.

Bild 10

Bild 11

Bild 12

 

 

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