Reisebericht Kambodscha

07.01.2007

Battambang

Phnom Sampou
Laan Thom

In Kambodscha ist es gar nicht so einfach, ein Motorrad ohne Fahrer zu mieten. Nach langem Suchen fanden wir einen Angestellten des Hotels, der uns sein privates Motorrad vermietete. Mit diesem stuerzten wir uns frisch geduscht ins Abenteuer "Kambodscha".

Phnom Sampou

Unsere heutigen Ziele hiessen Phnom Sampou und Laan Thom. Die Strasse entsprach unseren Erwartungen (Bild 1) und wir nahmen sie staubschluckend in Angriff. Irgendwann hatten wir aufgehoert, all die Schlagloecher zu zaehlen. Auf Bild 2 ein kleines Beispiel, wie sich die Strasse praesentierte. Aber die Strapazen haben sich gelohnt. Nach 1 Stunde (fuer 12 Km!) tauchte der Wat Brahn vor unseren Augen auf. Wat Brahn ist eine der beiden Pagoden, die auf dem Gipfel des Phnom Sampou (Berg Sampou, 154m hoch) stehen (Bild 3).
Obwohl wir von der Schweiz her Berge kennen, hat uns das Felsmassiv von Phnom Sampou sehr beeindruckt. Vor allem auch, da sich der Berg aus einer riesigen Ebene erhebt.

Bild 1

Bild 2

Bild 3


"Ueber diese Treppen muss ich gehen", oder wie hiess das Lied? Bereits von Weitem sahen wir, was da auf uns wartete (Bild 4). Man sagt, dass um die 700 Treppenstufen bezwungen werden muessten, um zum Wat Brahn zu kommen - wir haben nicht nachgezaehlt. Aus der Naehe sahen die Treppenstufen noch mehr nach Schwitzen aus (Bild 5). Aber da wir ja geuebte "Asien-Treppen-Steiger" sind, hatten wir keinerlei Probleme hinaufzukommen, was aber nicht heisst, dass wir nicht ins Schwitzen kamen! Von oben her hatte man eine grandiose Aussicht auf die weiten Reisfelder um Battambang und die schroffen Karsthuegel Richtung Pailin (Bild 6).

Bild 4

Bild 5

Bild 6


Auf dem Phnom Sampou befinden sich zwei Pagoden. Beide Pagoden sind eher klein und haben einen quadratischen Grundriss. Wat Brahn ist die groessere und steht auf der hoechsten Stelle des Berges. Sie ist renoviert, und schoene Bilder ueber das Leben Buddhas zieren die Innenwaende (Bild 7 - Bild 9).

Bild 7

Bild 8

Bild 9

Laan Thom

Nun kam unsere groesste Herausforderung an diesem Tage. Wir wollten zum Laan Thom und wussten, dass sich die beiden Hoehlen versteckt auf der Westseite des Berges Sampou befinden. Wie immer, waren wir ohne Guide unterwegs. Die Guide, welche uns begegneten, wollten uns nicht verraten, wo sich der Eingang zu den beiden Hoehlen befindet.

Unser Spuersinn hat uns verraten, dass dies der richtige Abzweiger zum Eingang der Hoehlen war (Bild 10).

In der Hoehle hat sich ein kambodschanischer Fuehrer gewundert, wo denn unser Guide sei. Als wir ihm erklaerten, dass wir alleine unterwegs seien, hat er Hampi gratuliert. Vermutlich hat noch nie jemand ohne die Hilfe eines Einheimischen den Eingang der Hoehlen gefunden. Denn wenn ueberhaupt etwas angeschrieben war, dann nur in kambodschanischer Sprache!

Bild 10


Und nochmals Treppen! Dieses Mal aber nicht nach oben, sondern runter in die Grotte Laan Kijol (Bild 11).
In diesem Drahtkaefig befinden sich Gebeine von Menschen, welche waehrend der Khmer-Rouge-Herrschaft ermordert wurden (Bild 12). Es ist schon ein eigenartiges Gefuehl, wenn man so vor einem Kaefig mit Knochen steht und darueber nachdenkt, dass dies menschliche Knochen sind.

Selbstverstaendlich gibt es in der Grotte auch einen Buddha (Bild 13). Unmittelbar neben der Grotte befindet sich die Hoehle Laan Gah Slah. Die muss man jedoch auf allen Vieren begehen, deshalb keine Bilder . . .

Bild 11

Bild 12

Bild 13


Nachdem wir alles angeschaut hatten, was wir wollten, fuhren wir einfach so ueber's Land, um den Alltag der Kamboschaner naeher kennenzulernen. Ueberall wurden wir neugierig angeschaut. Die Kinder riefen "hello", viele winkten uns zu. Alle wirkten sehr offen und freuten sich, dass sie fotografiert wurden. Hier ein paar Bilder aus dem Leben der einfachen Bevoelkerung (Bild 14 - Bild 16).

Bild 14

Bild 15

Bild 16


Sind wir nicht Schmutzfinke? Als wir morgens losfuhren waren wir noch schoen sauber. Aber nach der Tonne Staub, welche wir geschluckt hatten und nach einer weiteren Tonne Staub, welche sich auf der Haut, den Haaren, der Kleidung und dem Rucksack niedergelassen hatte, hatten wir eine Dusche dringend noetig . . .

Bild 17

Bild 18

 

 

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